Das Wort „Verschwörungstheoretiker“ hat im regierungstreuen Blätterwald Hochkonjunktur. Ähnlich wie die berühmte „Nazikeule“ dient es dazu, Menschen mit unliebsamen Meinungen mundtot zu machen.

Ein Kommentar von Elsa Mittmannsgruber

Es ist ein Kampfbegriff aus der psychologischen Kriegsführung und verunglimpft jemanden mit einem Schlag als „Spinner und Hetzer“. Gerade seit Ausbruch der Corona-Pandemie wird dieser Stempel inflationär für alle Kritiker verwendet, sodass er sich beinahe wieder ad absurdum führt.

Interessanterweise zuerst für diejenigen, die bereits früh vor einer Pandemie warnten, dann für diejenigen, die die Maßnahmen nun für überzogen halten und eine Diktatur fürchten. Immer jene sind die „paranoiden Verrückten“, die Kritiker des Systems, der Mächtigen und ihrer treuen Masse sind. Das war zu allen Zeiten so.

Je wilder aber die Meinungsdiktatoren um sich schlagen im Kampf gegen „Fake News“, desto näher kratzen diese an der Wahrheit. Oft sind die vermeintlichen Verschwörungstheorien schier unglaublich, aber deshalb nicht weniger wahr, wenn auch manchmal nur ein Körnchen stimmt.

Dieses Körnchen Wahrheit kann jedoch bereits gewaltig Unruhe stiften. Deshalb warnte die WHO schon im Februar vor Verschwörungstheorien und empfahl: „Sie können Aufregung und Sorgen verringern, wenn Sie und Ihre Familie weniger Zeit mit Medienberichten verbringen, die sie beunruhigen.“

Ja, das würde die Arbeit der WHO im Kampf gegen die Corona-„Infodemie“, also gegen angebliche Falschinformationen, erleichtern. Weil es jedoch kritische Geister unter uns gibt, sicherte sich die WHO zusammen mit Google, Facebook und Co. auch mit einer mächtigen Zensurwelle ab.

Alles zum Schutze der Bürger, versteht sich. Kurzum: Nicht denken, Anweisungen befolgen, Mund halten oder frei nach Jean-Claude Juncker: „Wir beschließen etwas (…). Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter – Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt.“