Was hat das US-amerikanische Verteidigungsministerium, als Begründer des Internets, von der Webseite eines österreichischen Fachmarktes? Die Antwort ist so schlicht wie erschreckend: Die totale Kontrolle – über die Welt und ihre Daten und Informationen.

Russland bereitet sich für den Cyberkrieg von morgen mit der Trennung vom US-amerikanischen Internet vor, um sich von der US-Datenkontrolle unabhängig zu machen.

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„In Europa sollte ein Intranet (!) für alle europäischen Unternehmen geschaffen werden, das von Cybersicherheitsunternehmen geschützt wird, die ihre Server in unserer europäischen Heimat haben, schlägt Blue Shield Security Gründer Alois Kobler den Weg in eine unabhängige digitale Zukunft vor.“

Unabhängige digitale Zukunft

Damit verbunden ist auch die Unabhängigkeit von US-amerikanischen weltumspannenden Konzernen, wie Alphabet (Google) Amazon, Facebook, Airbnb, Uber und Co, die mit unlauteren Methoden wie groß angelegte Steuervermeidung und Unterwanderung von Kollektivverträgen heimische Betriebe in den finanziellen Ruin treiben und Leerstände von Geschäften in unseren Innenstädten verursachen sowie unsere persönlichen Daten massiv abziehen.

Heimische Leitunternehmen wie die Österreichische Post haben auf ihre Weise darauf reagiert. „Shöpping.at“ sollte die Antwort auf Amazon werden. Bislang ist der Zuspruch überschaubar. „Es fehlt der Mut für den ganz großen Wurf“, geht Kobler in die Offensive.

„Nur die Schaffung von ganzheitlichen Lösungen lässt uns unabhängig von US-amerikanischen Monopolisten werden. Europa muss sich formieren und sich auch gemeinsam mit Russland zu einer Technologie-Union zusammenschließen.

Ziel: Technologie-Union

Das ist der Weg in eine unabhängige Zukunft“, so der in Deutschland kürzlich für seinen Blue Shield Umbrella mit dem IT-Innovationspreis ausgezeichnete Unternehmer weiter. Dazu gehören für Kobler neben autarken europäischen Software- und IT-Sicherheitslösungen auch klarerweise europäische Vermarktungslösungen.

„Unsere unverwechselbare, große europäische Kultur sollte auch im Internet wieder unverwechselbar und authentisch abgebildet werden. Die Unternehmenskultur muss als europäische erkennbar sein. Flache, oberflächliche und vielfach austauschbare amerikanische Vermarktung hat ausgedient“, betont Kobler.

Runet ist Vorbild

Russland testet den Ernstfall. Und das ist gut so. Ein Internet bzw. Intranet, unabhängig von den USA, ist der Grundpfeiler einer zu Ende gedachten Sicherheitsarchitektur. Cyberangriffe als Teil der modernen Kriegsführung sollen so erheblich erschwert werden.

Russland bereitet sich gerade darauf vor, das russischsprachige Internet „RuNet“ vom amerikanisch dominierten und kontrollierten restlichen Internet zu trennen und gleichzeitig die unabhängige Funktion des RuNet aufrechtzuerhalten.

Blue Shield Security Gründer Alois Kobler fordert nun ein gesamteuropäisches Internet. Faktum ist, dass das transatlantische TAT-14-Glasfaserkabelsystem, das den europäischen Kontinent mit den USA verbindet, etwa vom britischen Geheimdienst GCHQ permanent überwacht wird und im Rahmen des „UKUSA Agreements“ mit den Diensten in den USA geteilt wird.

Dieser Umstand sollte uns spätestens seit den dementsprechenden Publikationen von Edward Snowden aus dem Jahr 2013 längst bekannt sein. „Russland ist ein Vorreiter für ein von den USA autonomes Internet von Lissabon bis Kamtschatka“, lobt Kobler die Maßnahmen der russischen Regierung.

Eigenes Notfallnetzwerk

In Österreich ist mit dem Government Net „gv.at“ ein Netzwerk installiert, das in Notfällen auch autonom funktioniert. „Jedes europäische Land sollte ein cybersicheres eigenes Notfallnetzwerk besitzen.

Das ist eine Maßnahme, die von jedem europäischen Land sofort umgesetzt werden muss“, konstatiert Kobler. Nachholbedarf besteht im speziellen in den Balkanländern.

„Hier leisten wir gerne Entwicklungsarbeit“, so IT-Sicherheitsexperte Alois Kobler, Gründer von Blue Shield Security, der abschließend nachdrücklich betont: „Europa muss schleunigst zu einer Technologie-Union werden – mit eigener Soft- und Hardwareindustrie. Nur mit einer Agenda pro.eu sind wir global nachhaltig überlebensfähig.“