Ab 8. Februar müssen Whatsapp-Nutzer Daten mit Facebook teilen. Dafür mussten die Nutzer mit Jahresbeginn neuen Geschäftsbedingungen zustimmen. Aus Angst um ihre privaten Daten steigen nun massenhaft Nutzer auf andere Anbieter um. Tesla-Gründer Elon Musk empfahl Signal und löste damit einen kurzfristigen Massen-Exodus aus.

Verabredungen mit Freunden, geschäftliche Absprachen, Romanzen: Der Informationsfluss auf unseren Smartphones verrät vieles über uns. Es sind Daten, die die meisten nicht in den Händen fremder wissen wollen. Und so ist die Empörung groß, seitdem Whatsapp seine Nutzer dazu auffordert, die Daten mit dem Internetgiganten Facebook zu teilen. Stimmen sie nicht zu, so wird ihr Konto gesperrt. Doch wohin ausweichen?

Facebook erwartet Monopolklage

Im Dezember klagte die US-Regierung gemeinsam mit 48 Bundesstaaten Facebook. Dem Großkonzern wird vorgeworfen, gezielt eine illegale Monopolstellung durch das strategische Aufkaufen großer sozialer Medien-Plattformen aufgebaut zu haben. Durch die Verärgerung, die der Konzern durch den geplanten Datenzugriff ausgelöst hat, könnte er im Bereich der Nachrichtenservices jetzt jedoch abstürzen.

Wohin ausweichen?

Die Entscheidung für ein Nachrichtenservice kann oft nicht alleine über die Sympathie zum jeweiligen Anbieter getroffen werden. Denn nicht alle Services sind in gleichem Maße im Freundes- und Bekanntenkreis sowie im beruflichen Bereich verbreitet. So gilt es für die Nutzer parallel zum Vergleich der Datensicherheit auszuloten, welche Services ausreichend von jenen Menschen genutzt werden, mit denen sie am meisten kommunizieren. Die Seite securemessagingapps.com bietet einen Überblick zur Datensicherheit von Nachrichten-Apps.

Beliebte Alternative: Telegram

Seit geraumer Zeit erfreut sich Telegram immer größerer Beliebtheit. Vor allem unter Systemkritikern galt der Dienst aufgrund der – im Vergleich zum Marktführer Whatsapp – höheren Datensicherheit lange als Geheimtipp. Die grassierende Zensur auf Plattformen wie Youtube hat mittlerweile jedoch auch die breite Masse vom Wechsel auf das neue Service überzeugt.

Auch der Wochenblick bespielt einen eigenen kostenfreien Telegram-Kanal um den Löschwellen von YouTube & Co. nicht zum Opfer zu fallen. Wenn Sie HIER klicken gelangen Sie direkt auf unseren Kanal!

Mega-Ansturm: „Signal“ brach kurzfristig zusammen

Tesla-Gründer Elon Musk kommentierte das Vorgehen Facebooks mit lediglich zwei Worten: „Nutzt Signal.“ Unzählige Fans und kritische Nutzer folgten dem Aufruf des mittlerweile reichsten Mannes der Welt. Daraufhin brach das Anmeldeservice von Signal aufgrund der vielen Registrierungen kurzfristig sogar zusammen.

Signal meldete auf Twitter den vorübergehenden Ausfall aufgrund von Überlastung. Seit Freitag Nachmittag ist Signal jedoch wieder verfügbar.