Bereits seit mehreren Jahren sorgen sogenannte Migrationskrankheiten in Europa für Aufsehen („Wochenblick“ berichtete). Jetzt bestätigt die WHO teilweise die Bedenken besorgter Bürger.

In einer aktuellen Präsentation in Rom erklärte die Organisation, sogenannte „Geflüchtete“ seien öfter von Infektionskrankheiten betroffen! Zugleich warnt die Organisation aber vor angeblichen Fake News.

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Oft ungenügender Impfschutz

Generell seien Migranten bei der Ankunft in Europa relativ gesund“, berichten die umstrittenen „Oberösterreichischen Nachrichten“ von der WHO-Stellungnahme. Bereits im Jänner hatte die WHO gewarnt:Flüchtlinge und Migranten tragen potenziell ein höheres Risiko in Bezug auf Infektionskrankheiten.“

Zudem verfügten sogenannte „Flüchtlinge“ und Migranten oftmals über einen „unvollständigem oder unterbrochenem Impfschutz“! „Aber es besteht ein sehr geringes Risiko, dass diese Krankheiten auf die Bevölkerung der Gastländer übertragen werden“, urteilt die WHO nun.

Sandmücke als tödlicher Überträger

Pikant: In Schweden gibt es jedoch einen zunehmenden Infektionsanstieg bei der bisweilen tödlich verlaufenden, berüchtigten Leishmaniose-Krankheit. Diese ist vor allem in den tropischen Regionen beziehungsweise in Afrika, Asien und dem Mittelmeerraum beheimatet. Übertragen wird sie in der Regel von der Sandmücke.

Schwedische Uni warnt

In einer Mitteilung der renommierten Universität Lund heißt es nun, der Anstieg sei wesentlich durch die Asyl-Flut von 2015 bedingt worden. „Es ist immer noch eine sehr seltene Krankheit, aber die Zahl der Fälle hat sich in den letzten zehn Jahren mehr als verdoppelt“, warnt man in dem hochbrisanten Dokument!

Die Wissenschaftler betonen: „Wir haben in einer Zusammenarbeit mit der Behörde für öffentliche Gesundheit die Zahl der Fälle zwischen 1993 und 2016 untersucht und sehen einen Höchststand von 35 Fällen im Jahr 2016, wahrscheinlich eine direkte Folge der großen Flüchtlingswelle des Vorjahres, als die meisten Kranken aus Syrien und Afghanistan kamen. Es ist wahrscheinlich, dass wir in Zukunft mehr Fälle in Schweden erhalten werden, und dann ist es gut, wenn das Gesundheitssystem weiß, auf welche Patientengruppen man sich besonders einstellen sollte.“