Nachdem die türkis-grüne Bundesregierung einen zweiten Lockdown ankündigte, merkt man: Es gärt im Land. Immer mehr Menschen wollen es nicht hinnehmen, dass erneut ihre Grund- und Freiheitsrechte „über Nacht“ verschwinden. In den Bezirken Ried und Braunau leisteten Bürger nun ein eindrucksvolles Zeichen friedlichen Widerstands. 

Die Menschen im Innviertel sind bekanntlich ein bodenständiger und heimatverbundener Schlag. Historisch ein Spielball zwischen Bayern und Österreich, gilt es etwa schon seit Jahren als Hochburg kritischer, patriotischer und freiheitsliebender Geister. Gleichzeitig ist die Geselligkeit das Um und Auf im malerischen Landstrich zwischen Inn, Donau und Hausruck. Auch weil die Corona-Maßnahmen der Regierung jetzt erneut stark auf dieses einmalige Lebensgefühl einwirken, reicht es den Innviertlern, sie protestieren nun gegen diese Frotzelei aus Wien.

Aufstehen gegen Abbau der Grund- und Freiheitsrechte

So etwa in Ried im Innkreis, wo sich am Samstagabend eine Schar kritischer Bürger am Hauptplatz mit Grablichtern versammelte. Bei sich trugen sie Schilder, welche den Abbau der Grund-und Freiheitsrechte beklagen. Für eine kleine Ansprache wählten sie mit dem Dietmarsbrunnen ein geschichtsträchtiges Denkmal: Steht der legendäre Stadtgründer mit der Lanze am Bundschuh doch gerade dafür, dass selbst in einer aussichtlosen Lage der Mut zum Widerstand Berge versetzen kann.

Daraufhin nahmen sie ihre Lichter und Schilder und legten sie vor der Tür des historischen Rathauses nieder. Die Botschaft ist klar: Sie wollen die regionale Politik wachrütteln, ihre Bürgermeister dazu anhalten, bei den Maßnahmen nicht einfach klein beizugeben, sondern ihrem Berufstitel alle Ehre zu machen. Eine Leserin dokumentierte das Zeichen des Protests und stellte die Bilder dem Wochenblick dankenswerterweise zur Verfügung.

Stiller Protest bereits am Freitag im Bezirk Braunau

„Erfinder“ dieser Form des Widerstands sind die unbotmäßigen Rieder Bürger allerdings nicht – denn bereits einen Tag früher fanden ähnliche Kerzen-Niederlegungen an mehreren Orten im Nachbarbezirk Braunau statt. In der Bezirkshauptstadt fand dies etwa vor dem Rathaus statt, aber auch vor dem „Mahnmal gegen Krieg und Faschismus“ vor dem Hitler-Geburtshaus in der Salzburger Vorstadt. Dokumentiert ist eine solche Aktion jedenfalls auch für Schalchen, einem Nachbardorf von Mattighofen.

Auf den hinterlassenen Schildern stehen Worte wie „Wir wollen Demokratie, keine Diktatur“ oder „Ihr zerstört unsere Wirtschaft!!! Ihr zerstört damit viele Familien!“ Weiters: „Kinder wollen Leben und lachen ohne Maulkorb“ oder auch „Wenn Recht zu Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht und Gehorsam zu Verbrechen“. Ein Schild richtete sich auch gegen ein vom Mainstream wiederholtes Narrativ: „Wir sind keine Corona-Leugner! Wir wollen euch nur alle zum Selbstdenken anregen!“ Apropos Mainstream: Sogar die Bezirkszeitungen schweigen den Widerstand der Bürger derzeit noch tot…