Es hat uns getroffen: Meine Freundin befindet sich in Quarantäne, weil sie 20-30 Minuten lang bei offenem Fenster anderthalb Meter neben einem symptomlosen Arbeitskollegen saß. Es dürfte bei weitem kein Einzelfall sein im Dickicht einer den Handelnden immer weiter entgleitenden Maßnahmen-Orgie.

Kommentar von Alfons Kluibenschädl

Dessen Viruslast ist zu gering, um überhaupt ansteckend zu sein – aus diesem Grund ist auch seine ganze Familie negativ. Die Dame von der Bezirkshauptmannschaft erklärte der Herzallerliebsten aber, dass Gesetz eben Gesetz sei und die ausschlaggebende Grenze bei 15 Minuten und zwei Metern läge. Wir wollen bald umziehen – aber Fahrten zwischen beiden Wohnungen sind ihr ebenso untersagt, es heiße ja „häusliche Quarantäne“.

Sofortige Absonderung – Bescheide erst nach Tagen

Ganz wichtig sei aber, sofort nach Hause zu gehen, sich idealerweise auch von mir abzusondern. Die Anweisung kam drei Tage nach dem Kontakt – die Behörden kommen mit den Nachverfolgungen nicht mehr nach.

Schon meine Halbschwester, die noch Schülerin ist, erhielt ihren Bescheid nach 8,5 Tagen – zu diesem Zeitpunkt wies sie bereits vier negative Tests auf und musste trotzdem zuhause bleiben. Ein mittelbarer Sitznachbar hatte zuvor ein positives Testresultat.

Ebenso wie ihre Mutter, die sich als Volksschullehrerin nach drei Fällen in ihrer Klasse  in Quarantäne begeben musste – im Gegensatz übrigens zu ihren Schülern, denn das Virus ist offenbar erst ab 10 Jahren gefährlich. Es scheint sich also nach Maßgabe der Handelnden um ein ziemlich „intelligentes“ Virus zu handeln…

Soll verheimlichte Quarantäne-Zahl Widerstand ersticken?

Die Zahl der Menschen in Quarantäne wird indes wie ein Staatsgeheimnis gehütet. Somit ist unklar, wie viele Österreichern ähnliche Geschichten widerfuhren. Vielleicht mit Kalkül: Wüssten sie, wie viele sie sind, hätte die Regierung kein so leichtes Spiel, ihr Versagen zu kaschieren. Es fragt sich allerdings, wie lange: Denn der Widerstand gegen ihr planloses Handeln wächst – etwa bei der Großdemo in Wien am heutigen Nationalfeiertag.

Kennen auch Sie eine absurde Quarantäne-Geschichte aus Ihrem Umfeld? Dann schicken Sie uns Ihre Geschichte an [email protected] – wir möchten gerade in den Zeiten skurriler Repression dem mündigen Bürger auf vertrauliche Weise eine Stimme geben.