Trotz geringer Fallzahlen – zum Zeitpunkt des Verhängens die niedrigste 7-Tages-Inzidenz aller neun Bundesländer – wurde Tirol vor zehn Tagen zum Sperrgebiet erklärt. Unter dem Vorwand der „südafrikanischen Mutation“ des Coronavirus bestimmte die Regierung, dass nur jene Leute das Bundesland verlassen dürfen, die einen aktuellen, negativen Test vorweisen können.

Dieser Umstand sorgt seitdem für breites Unverständnis – vor allem bei den Tirolern. Zu Tausenden kamen diese am Samstag nach Innsbruck, um trotz Verbots friedlich gegen die überzogenen Maßnahmen zu demonstrieren. Wie auch „Wochenblick“ bereits herausarbeitete brachten vor allem falsche Zahlen und mediale Hetze Tirol in diesen „Corona-Knast“. Die Diskrepanz zwischen öffentlicher Darstellung und Realität in der „Causa Tirol“ fällt mittlerweile auch in unseren Nachbarländern auf.

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„Maschinenpistolen gegen Viren“ an Grenze zu Tirol

So bekundete in der Schweiz etwa der Journalist Roger Köppel, Chefredakteur der konservativen „Weltwoche“, sein Unverständnis über die Maßnahme. Auf Twitter zeigte er sich verwundert darüber, dass an der Tiroler Grenze „schwerbewaffnete Militärpolizisten“ stünden. Wer raus wolle, müsse einen negativen Test vorweisen.

Für ihn wirke das wie ein „innerösterreichischer Gaza-Streifen“, so Köppel entsetzt. Dies gelte gerade vor dem Hintergrund, dass es in Tirol „kaum Covid-Intensivpatienten“ gebe (derzeit 22). Daher sei dies unverhältnismäßig: „Kanonen gegen Spatzen war früher. Maschinenpistolen gegen Viren ist heute“, so sein pointierter Kommentar.

Scharfer Kritiker auch der Schweizer Maßnahmen

Köppel und seine „Weltwoche“ gelten in der Schweiz seit Jahren als wichtiger Gegenpol im Blätterwald und hinterfragen stets die Narrative der herkömmlichen Medien. Auch in der aktuellen Corona-Krise sind er und sein Magazin bei der Kritik federführend. Unlängst erklärte Köppel die Notwendigkeit, dass in der Schweiz – auch dort herrscht derzeit ein Lockdown – schnelle Öffnungsschritte nötig wären.

Der generellen Route auch seiner Regierung kann er nicht viel abgewinnen: „Ich bin ein freiheitsliebender Mensch und wir leben jetzt in einer Art Corona-Diktatur. Das ist eine Tyrannei. Die Regierung benimmt sich wie eine Tyrannei und die Tyrannen haben ja früher auch immer die höchsten Werte und die großartigsten Ziele vorgeschoben, um den Leuten die Freiheitsrechte wegzunehmen,“ so Köppel gegenüber RT DE.

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