Im berüchtigten, eigentlich vom französischen Staat bereits geschlossenen Asylwerber-Lager in Calais kommt es erneut zu massiven Spannungen. Laut aktuellen Medienberichten sollen sich Eritreer und Afghanen bei einer Essensausgabe eine besonders brutale Auseinandersetzung geliefert. Sogar Schüsse sollen gefallen sein!

Laut Polizeiberichten ging eine größere Zahl von Afrikanern mit Eisenstangen und Schlagstöcken und Eisenstangen auf einige Dutzend Afghanen los. Bevor die Polizei eingreifen konnte, fielen an zwei Orten offenbar Schüsse.

Mehrere Schussverletzungen

Insgesamt 22 Männer wurden verletzt – mehrere davon durch Pistolenkugeln. Vier Personen sollen lebensgefährlich verletzt worden sein. Es handelt sich bei weitem nicht um die erste Auseinandersetzung rund um Calais. Auch LKW-Fahrer wurden bereits von Migranten attackiert und in mindestens einem Fall tödlich verletzt („Wochenblick“ berichtete).

Innenminister: Bisher unbekanntes Ausmaß an Gewalt

„Noch nie ist aber ein solches Ausmaß an Gewalt festgestellt worden“, betonte der französische Innenminister Gérard Collomb am Freitag bei einem Lokalaugenschein. Augenzeugen, die als Helfer der Hilfsorganisationen vor Ort tätig sind, sprachen laut Medienberichten von „Kriegsszenen“.

Für die brutalen Auseinandersetzungen macht der Innenminister Migranten-Schlepperbanden verantwortlich: „Es ist offensichtlich, dass es Bandenchefs gibt, die andere mitziehen. Wir wollen diese Netzwerke zerschlagen.“

Migranten jagen LKW-Fahrer

Ein Jahr nach der – jedoch nur offiziell erfolgten – Auflösung des „Dschungels von Calais“, eines illegal von Migranten errichteten Grenzcamps, versuchen jetzt viele Illegale die Grenze nach Großbritannien über den französischen Hafen von Ouistreham zu passieren. Sie machen dort Jagd auf LKWs oder Wohnwägen, um – darauf versteckt – mitzufahren („Wochenblick“ berichtete).