Die Presseaussendung der Landespolizeidirektion Oberösterreich liest sich wie das Drehbuch zu einem B-Movie. Speziell die Beschreibung der bunten ethnischen Hintergründe der Beteiligten lässt an die Kreativität eines Krimi-Autors denken, wie man sie vielleicht in friedlicheren Zeiten aus so genannten „Schundheftln“ kannte. Die Bestandteile: Ein Schnellrestaurant, ein Schlagring, ein Faustkampf, viele große Worte und Reisepässe aus der großen weiten Welt.

Am Samstag, dem 9. November gerieten einige junge Männer gegen 18:50 in einem Braunauer Schnellrestaurant in Streit. Zunächst flogen die Fäuste, dann gab es einen Kopfstoß. Der Möchtegern-Actionheld sei ein „16-jähriger französischer Staatsbürger aus Salzburg“, so die Polizei. Dieser probierte seine Kampfsportfertigkeiten mutig an einem 14-jährigen „aus dem Bezirk Braunau“ aus.

Große Drohungen am Parkplatz

Der „Braunauer“ holte sich Hilfe von Freunden. Gemeinsam mit einem 16-jährigen „Braunauer“ und einem 17-jährigen „Russen aus dem Bezirk Braunau“ wurde der Salzburger Franzose auf einem Supermarkt-Parkplatz zur Rede gestellt. Dabei stellte man dem Kontrahenten Prügel mit dem verbotenen Schlagring in Aussicht, was den Tatbestand der gefährlichen Drohung erfüllte.

Schlagring sichergestellt

Die örtlichen Sicherheitskräfte konnten die Beteiligten ermitteln und befragen. Der Schlagring wurde sichergestellt, sein Besitzer erhielt Waffenverbot. Zu einem Engagement in Hollywood dürfte es für die Nachwuchs-Martial-Arts-Kämpfer aber eher nicht reichen.