Die Mordwelle an den weißen Farmern in Südafrika reißt nicht ab. Wochenblick berichtete. Seitdem die Schwarzen an der Macht sind, leben sie in einer Art umgekehrter Apartheid. Doch sie wollen nicht mehr vogelfrei sein. Nach dem Tod eines 21-jährigen Farmers üben Weiße in Südafrika jetzt erstmalig Widerstand. 

Der 21-jährige Brendin Horner wurde am 2. Oktober von Schwarzen im südafrikanischen Senekal gefoltert und ermordet. Nachdem er abends die Farm verließ und auch Stunden später nicht nach Hause zurückkehrte, alarmierten seine Eltern die Polizei.

Brendin Horner (21) wurde von Schwarzen ermordet.

Mörder: Zwei Schwarze

Jede Hilfe kam zu spät. Die Polizei konnte nur noch die Leiche des 21-Jährigen vorfinden. Er war mit einem Seil um den Hals an einen Masten gebunden worden und hatte starke Verletzungen im Gesicht, die zeigen, dass er von seinen Peinigern gefoltert wurde. Am Tatort wurde auch ein Messer sichergestellt. Die Polizei forschte später zwei Männer im Alter von 34 und 43 Jahren als die Mörder von Brendin Horner aus.

„Genug ist genug“ – Weiße Gegenwehr

Am 6. Oktober fand der erste Gerichtsprozess gegen die mutmaßlichen Mörder des 21-jährigen Farmers. Dabei versammelten sich hunderte, wütende Weiße. Sie fordern: „Cele muss fallen“. Bheki Cele ist der Polizeiminister in der Provinz Freistaat (Südafrika). Die Weißen fühlen sich vogelfrei, die Politik würde bei den Morden an den Weißen einfach zuschauen, kritisieren sie.

Die weißen Farmer sprachen im Zuge des Protests ihre Solidarität mit der Familie des ermordeten Brendin aus. Mit Schildern wie „Boer Lives Matter“ (Burenleben zählen) und „Genug ist genug“ versammelten sie sich vor dem Gerichtsgebäude.

Sturm auf Senekal-Gericht

Sie sind außer sich und wollen sich die ungesühnten Morde nicht weiter gefallen lassen. So stürmten sie das Gerichtsgebäude zu stürmen und forderten, dass die Täter ihnen überlassen werden:

Attacke auf Gefangenentransport

Bei der Ankunft der Mörder attackierten die wütenden, weißen Farmer den Gefangenentransport und warfen ihn um. Sie wollten sich der Täter selbst annehmen. Vom Staat erwarten sich die weißen Südafrikaner keine Gerechtigkeit. Sie fühlen sich in ihrem Land vogelfrei.

Die Mörder konnten noch rechtzeitig von den Behörden in Sicherheit gebracht werden. Der Gerichtsprozess soll am 16. Oktober nachgeholt werden.