Vor wenigen Tagen erklärte Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP) zum Erstaunen vieler Landsleute im Fernsehen die sogenannte Corona-Pandemie einmal mehr für beendet. Egal, wie man dies nun einzuordnen vermag: An der Kontrolle des Volkes haben die Mächtigen einen Gefallen gefunden – und die botmäßigen Systemmedien in ihrer Entourage ebenso. Nun soll ein neues Schreckgespenst die Bevölkerung in Angst und Sorge versetzen: Eine neue Grippe-Welle – gegen die natürlich wie immer nur eine Impfung schütze.

  • Kinder als „Superspreader“: Jetzt soll uns Angst vor der Grippewelle gemacht werden
  • Ziel der Aktion: Durchimpfung weiter Teile der Kinder und Jugendlichen gegen die Influenza
  • Mainstream-Medien malen „niedrige“ Grippe-Impfquote an die Wand – die in Wirklichkeit die Höchste seit Jahren war
  • Lockdown- und Impf-Fanatikerin lag regelmäßig mit Prognosen falsch, darf trotzdem weiter Panik machen

Schmäh: Grippe-Impfung für Kinder, sonst Lockdown

Und die Erzählung läuft exakt gleich ab wie zuletzt bei Corona: Ein Inseratenkaiser-Blatt titelte am Donnerstag: „Kinder stehen im Fokus: Wenn die Grippewelle rollt, fehlen die Intensivbetten“. Es folgt der Küchenzuruf, den sich die Menschen merken sollen: „Vermehrte Reisetätigkeit und verringerte Corona-Maßnahmen lassen Influenza-Gefahr steigen. Kinder sind Superspreader.“ Deshalb reitet nun der Kinderarzt Dr. Albrecht Prieler, ein Mitglied des Nationalen Impf-Gremiums aus, um für die Influenza-Impfung zu werben.

Diese müsse unbedingt in Anspruch genommen werden: „Das Letzte, das wir brauchen, sind Spitäler, die sich zu den Covid-Erkrankten auch noch mit Influenza-Patienten füllen. Ziel muss sein, die Grippe-Epidemie so niedrig wie möglich zu halten, um einen weiteren Lockdown zu verhindern“. Die Angst vor der Total-Sperre des öffentlichen Lebens, um die Menschen zur Impfung zu treiben – es ist offenbar nun bei jedem Virus billig.

Üble Zahlenspiele, um Impfbereitschaft anzukurbeln

Als Beleg dafür lässt das Medium auch die WHO-Empfehlung einer Durchimpfungsrate von 75 Prozent antanzen. Im Vorjahr habe diese aber „nur“ 21 Prozent betragen. Was das Blatt verschweigt: Das ist ein Spitzenwert. Denn im langjährigen Vergleich zwischen 2004 und 2019 betrug die Grippe-Impfrate nie über 16 Prozent, letztmalig war sie in der Grippesaison 2009/2010 über zehn Prozent. Jeder dritte Österreicher zweifelt an deren Wirksamkeit oder verweist auf sein gutes Immunsystem, 21 Prozent sehen sie als reine Geschäftemacherei.

Die langjährige Grippe-Impfquote im einstelligen Bereich verwundert kaum – galt doch in den vergangenen Jahren auch unter Medizinern die unausgesprochene Regel, vor allem älteren Menschen und Risikopatienten eine Influenza-Impfung zu empfehlen. Wenn eine Impf-Empfehlung für Minderjährige kam, dann zumeist aus pharmanahen Kreisen. Nun sollen die Impfstoffe hingegen gezielt an Kinder vermittelt werden.

Die Virologin Dr. Monika Redlberger-Fritz behauptet, dass Kinder im Falle einer Infektion „aufgrund ihrer hohen Viruslast und langen Infektiosität zu Superspreadern werden“. Das Gesundheitsressort von Wolfgang Mückstein (Grüne) empfiehlt in diesem Jahr die Kinderimpfung. 300.000 Dosen sollen dafür zur Verfügung stehen. Soll dies nur eine Vorbereitung dafür sein, dass demnächst ein mRNA-Impfstoff von Moderna auch gegen die Grippe zum breiten Einsatz kommen soll?

Virologin warnte im Jänner vor Grippe – und lag falsch

Die Kinder als Sündenbock für die nächste Pandemie, als Schuldige wenn die Oma keinen Operationstermin für ihren Tumor kriegt oder sie bei einer Triage auf vermeintlich übervollen Intensivstationen durch den Rost fällt: Es ist ein Bild, dass seit der Corona-Pandemie schon gezeichnet wurde. Tatsächlich wiesen unzählige Studien nach, dass Kinder weder Virenschleudern sind, noch dass sie schwer an Covid erkranken. Sogar Redlberger-Fritz musste letztendlich eingestehen, dass diese keine Seuchentreiber waren. Zuvor war sie übrigens eine der Architektinnen des Maskenzwangs für Schulkinder. 

Bei der landläufigen Grippe verhält sich der Konsens übrigens ähnlich.  Trotzdem bekommt mit Redlberger-Fritz, ausgerechnet eine Medizinerin eine Bühne, die bereits zu Jahresbeginn mit einer ähnlichen Prognose falsch lag. Mitten im dritten Lockdown warnte sie, dass die Grippewelle 2020/21 noch ausständig sein. Auch damals warnte sie vor vermeintlichen kindlichen Gefährdern: „Im Kindergarten stecken sie sich gegenseitig an und verbreiten es in weiterer Folge auch in der Familie“. Als Lösung gegen die Grippe-Apokalypse empfahl sie die Influenza-Impfung. 

Verfechterin harter Maßnahmen auch bei Corona

Wie wir heute wissen, blieb die befürchtete Grippewelle im vergangenen Winter aus – das führte sie auf die Corona-Maßnahmen zurück. Trotzdem betete sie ihr Mantra, dass es drei Geburtenjahrgänge gäbe, die nie mit der Influenza in Berührung kamen, schon im Juni erneut in derselben Zeitung und stellte „Maßnahmen“ wie Masken und Abstand in den Raum. Auch im Staatsfunk durfte sie schon vor Monaten ihre Grippe-Impf-Propaganda vorantreiben. Und wie könnte es anders sein: Auch bei Corona ist sie stets Verfechterin eines knallharten Kurses – stromlinienförmig mit der Erzählung der Regierung. 

Bei den ersten Corona-Lockerungen im Sommer 2020 warnte sie vor der „Sorglosigkeit“ der Bevölkerung. Vor dem Teil-Lockdown im November predigte sie, es gelte „gründlich und schnell“ die Sozialkontakte zu reduzieren. Als der harte Lockdown folgte, bejubelte sie dessen vermeintliche Effekte. Schon zuvor war sie Ex-Gesundheitsminister Anschober (Grüne) im Ohr gelegen, dass eine (nie eingetretene) Überlastung der Intensivstationen drohe. Die Corona-Impfung verteidigt sie, stellt die Bedeutung von Impfdurchbrüchen in Abrede. Bei Nebenwirkungen der experimentellen Stoffe empfiehlt sie, einfach Schmerzmittel einzuwerfen… 

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