Der Linzer Bahnhof, seit langem ein multikultureller Brennpunkt, kommt nicht zur Ruhe. Am Sonntagabend kam es wieder zu einem Zwischenfall, der vom Sicherheitspersonal zum Glück ohne Blutvergießen unter Kontrolle gebracht werden konnte. Ein Rumäne geriet mit zwei arabischen Einwanderern in Streit.

Der Grund der Auseinandersetzung ist unbekannt. Letztendlich stand der 40-jährige Rumäne mit einem Klappmesser bewaffnet einem 44-jährigen Syrer und einem 16-jährigen Afghanen gegenüber. Das ÖBB Sicherheitspersonal wurde auf die Auseinandersetzung aufmerksam und schritt ein. Der Messer-Mann konnte bis zum Eintreffen der Exekutive festgehalten werden. 

Der Alkohol sei schuld

Laut Presseaussendung der Landespolizeidirektion ordnete die Staatsanwaltschaft die Einlieferung in die Justizanstalt Linz an. Der Mann rechtfertigte sich später bei der Einvernahme, dass er stark alkoholisiert gewesen wäre. Außerdem hätte er sein Messer ja nicht einmal ausgeklappt. Nach Maßgabe einer „blinden Justizia“ dürfte sein Verhalten somit vielfach schwerwiegender gewesen sein als bei jenem Rumänen in Wien, der vor kurzem stundenlang seine österreichische Lebensgefährtin blutig geprügelt und mit ihrem Kopf die Klomuschel zerschlagen hatte. Dieser wurde nämlich flugs wieder auf freien Fuß gesetzt.