Nur wenige Wochen nach der Köpfung des Lehrers Samuel Paty trug sich bereits die nächste islamistische Attacke zu. Donnerstag früh ging ein Islamist mit einem Messer vor der Notre Dame in Nizza auf mehrere Personen los und schrie dabei unentwegt „Allahu Akbar“. Eine Frau wurde in der Kirche geköpft. Insgesamt wurden drei Personen getötet und weitere Personen in noch unbekannter Anzahl durch die Messerattacken verletzt. Ein Entschärfungskommando sucht am Tatort nach Bomben.

Der Angreifer konnte durch den Einsatz eines bewaffneten Polizeisonderkommandos festgenommen werden, berichtet Nizzas Bürgermeister Christian Estrosi auf Twitter.

Drei Tote nach islamistischem Anschlag in Notre Dame

Zuerst war von zwei Toten die Rede. Um 10.20 Uhr bestätigte der Bürgermeister von Nizza die jüngste Einschätzung: 3 Tote, zwei Frauen und ein Mann, der Wächter der Basilika Notre Dame de l’Assomption.

Nach Angaben der Polizei ist das erste Opfer eine ältere Frau, die am frühen Morgen zum Beten kam. Sie wurde mit durchgeschnittener Kehle in der Nähe des Weihwasserbecken der Basilika gefunden. Auch der Sakristan wurde auch in der Kirche erschlagen gefunden.

Der Wächter der Basilika soll an mehreren Stichwunden außerhalb des Gebäudes gestorben sein. Der Mann soll schwer verletzt in ein angrenzendes Café geflüchtet sein. Dort erlag er wenig später seinen schweren Verletzungen. Der Angreifer wurde von der Polizei bei der Festnahme verletzt und schrie unaufhörlich „Allahu Akbar“.

Bürgermeister fordert Kampf gegen „Islam-Faschismus“

Der Bürgermeister von Nizza, Christian Estrosi, fordert jetzt, dass der „Islam-Faschismus“ endlich vernichtet wird. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron sprach zuvor vom Kampf gegen „islamische Separatisten“.

Bomben befürchtet

Ein Bombenentschärfungskommando soll jetzt die Notre Dame in Nizza sichern. Die Ermittler halten es für wahrscheinlich, dass der Terrorist in der Kathedrale, vor der er auf Passanten losging und zwei dabei tötete, Bomben deponiert hat.

Karikaturenstreit: In der islamischen Welt brodelt es

Durch den Karikaturenstreit sind Frankreichs Moslems in Aufruhr. In der islamischen Welt brodelt es, der Hass auf Frankreich ist groß, in islamischen Staaten wurde zum Boykott französischer Produkte aufgerufen. Vor allem der türkische Präsident Erdogan liefert sich nahezu täglich Scharmützel mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron. 

Kürzlich machten Türken in Frankreich Jagd auf Armenier: 

Der Terrorist wurde von der Polizei festgenommen und befindet sich jetzt in Gewahrsam. Die Behörden ermitteln die Hintergründe der Tat.