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George Soros, US-Multimilliardär, erfolgreicher Investor und Kämpfer für eine Welt ohne Grenzen wird für die Ansiedlung seiner Privatuniversität (CEU) in der Hauptstadt mit dem „Großen Goldenen Ehrenzeichen“ des Landes Wien geehrt. Der entsprechende Beschluss der Landesregierung soll am 9. April erfolgen, berichten Medien unter Berufung auf das Büro von Wiens Bürgermeister Dr. Michael Ludwig. 

Ein Beitrag von Kornelia Kirchweger

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„George Soros, Gründer und wichtigster Unterstützer der international renommierten Central European University, kurz CEU, hat sich durch seine intensive Beziehung zu Wien und sein beispielgebendes Wirken große Verdienste um das Land Wien erworben. Er hat mit seinem großen Engagement für die Bildung und das menschliche Zusammenleben in Wien sowie um den Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Wien einen wertvollen Beitrag zur positiven Weiterentwicklung dieser Bereiche geleistet“, wird betont.

Soros-Uni hilft sozial Schwachen und Benachteiligten

Die CEU startet ihren Betrieb ab September 2019 zunächst in Wien-Favoriten, später soll das Otto-Wagner-Areal zum fixen Standort werden. Auf dem Programm stehen Postgraduate-Lehrgänge u.a. in Politikwissenschaft, Journalismus und Internationale Beziehungen. mAus dem Wiener Rathaus heißt es, dass zahlreiche Studierende aus sozial schwachen Verhältnissen stammen bzw. aus Ländern kommen, wo freie Meinungsäußerung nur schwer möglich sei. Viele von ihnen würden durch Spenden unterstützt, die durch die Zuwendungen von George Soros ermöglicht würden, hieß es.

Erste Gespräche mit Kurz im November – 1000 neue Arbeitsplätze

Wien ist überdies überzeugt, dass sich die CEU-Ansiedlung auch wirtschaftlich positiv auf die Stadt auswirken werde. Die Wertschöpfung steige laut Schätzungen um 50 Millionen Euro. 1000 zusätzliche Arbeitsplätze sollen zudem entstehen. Erste Gespräche zur Ansiedlung führte Soros mit Bundeskanzler Sebastian Kurz vergangenen November. Österreich sei offen für die CEU-Ansiedlung, hieß es dabei.

Zu strenge Auflagen in Budapest

Der Umzug von Budapest nach Wien wurde notwendig, nachdem Ungarns Premier Viktor Orban ein neues Hochschulgesetz verabschiedete. Demnach müssen Privatuniversitäten auch in ihrem Ursprungsland – in diesem Fall der USA – einen Campus betreiben und einen Rahmenvertrag mit der ausländischen Regierung haben. Die CEU geriet unter Druck und vereinbarte schließlich ein Abkommen mit dem New Yorker „Bard College“. Der Bundesstaat New York war bereit, den geforderten Vertrag abzuschließen. Das von der CEU gesetzte Ultimatum für die Unterzeichnung des Vertrages ignorierte Orban („Wochenblick“ berichtete).