Der Lockdown wird gerade für Bürger in Großstädten zur Belastungsprobe. So auch in Wien. Dort scheint die Kriminalität derzeit noch mehr als zuvor zu eskalieren. So kam es in den vergangenen Tagen täglich zu Messerstechereien und gefährlichen Drohungen. Wir bieten einen Überblick.

Es sind in erster Linie die Arbeiterbezirke, die vor allem von Migranten dominiert sind, in denen die Nerven blank liegen. Die gefährlichen Drohungen nehmen zu. Fast jeden Tag ist mittlerweile von einer Messerstecherei zu lesen.

Donnerstag, 21.01.2021 Körperverletzung, Drohung mit Messer und Gabel

Vorfallsort: 10. Wien-Favoriten, Gudrunstraße:

Am Donnerstag betrank sich ein 19-Jähriger mit österreichischer Staatsbürgerschaft mit einem 20-Jährigen in dessen Wohnung. Gegen 4 Uhr früh kam es dann zum Streit: Der 19-Jährige wollte unbedingt illegale Prostituierte herbeibestellen, der 20-Jährige soll jedoch heftig widersprochen haben. Deswegen soll der 19-Jährige seinen Freund mit einem Messer bedroht haben. Anschließend rief der 20-Jährige zur Verstärkung einen weiteren 19-Jährigen und einen 20 Jährigen herbei. Als die beiden in der Wohnung angekommen waren, soll der Tatverdächtige die drei Opfer zuerst mit einer Gabel und anschließend mit einem ca. 30 cm langen Messer bedroht haben. Es gelang ihnen den 19-Jährigen zu entwaffnen und aus der Wohnung zu befördern. Der Tatverdächtige soll daraufhin die Wohnungstüre beschädigt und die Opfer weiterhin bedroht haben. Noch vor dem Eintreffen der Polizei soll der ebenfalls 19-Jährige den Tatverdächtigen vor der Wohnung geschlagen haben. Beamte des Stadtpolizeikommandos Favoriten nahmen den 19-Jährigen fest. Er wurde in eine Justizanstalt gebracht. Der zweite 19-Jährige wurde wegen des Verdachts der Körperverletzung angezeigt.
Bei der Auseinandersetzung soll es um die Frage gegangen sein, ob man illegale Prostituierte bestellen soll oder nicht.

Donnerstag, 21.01.2021
Drohung mit Messer

Vorfallsort: Wien-Floridsdorf, Brünner Straße

Während eines familiären Streits soll ein 37-jähriger Afghane seine Ehefrau (45) und den Stiefsohn (22) am Donnerstag gegen 11 Uhr Mittags mit einem Küchenmesser bedroht haben. Der ebenfalls anwesende Schwager des 22-Jährigen soll den Tatverdächtigen festgehalten haben, wodurch die beiden Opfer aus der Wohnung fliehen und die Polizei alarmieren konnten. Einsatzkräfte des Stadtpolizeikommandos Floridsdorf, der Wiener Einsatzeinheit und der WEGA konnten den Mann kurze Zeit später in der Wohnung vorläufig festnehmen. Die Tatwaffe, ein ca. 18 cm langes Brotmesser, wurde sichergestellt. Gegen den Tatverdächtigen wurde ein Betretungs- und Annäherungsverbot ausgesprochen. Er wurde auf freiem Fuß angezeigt.

Freitag, 22.01.2021
Schutzgelderpressung

Vorfallsort: Wien

Vier Tschetschenen (21, 22, 23, 25) stehen im Verdacht, einen Mann mit dem Umbringen seiner Kinder bedroht und dadurch Geld erpresst zu haben. Bevor der Fall der Polizei bekannt wurde, soll es zu einer Übergabe eines vierstelligen Betrages gekommen sein. Zwei Tage später wurde das Opfer erneut kontaktiert. Dabei wurde ihm eine Hilfestellung angeboten. Nachdem sich der Mann mit zwei Personen, die allerdings auch der Bande angehörten, getroffen hatte und diese ebenfalls einen vierstelligen Betrag für eine mögliche Hilfestellung verlangten, lehnte er ab. Einen Tag später wurde er von den vermeintlichen „Helfern“ erneut erpresst. Zu einer weiteren Geldübergabe kam es nicht.

Nachdem die Ermittler des Landeskriminalamtes Wien, Ermittlungsbereich Bandenkriminalität, die Ermittlungen übernommen hatten, gelang es binnen 72 Stunden die Tatverdächtigen auszuforschen und im Zuge eines koordinierten Zugriffes mit Unterstützung der WEGA festzunehmen. Der 21-Jährige wird zudem wegen eines Einbruchdiebstahls in Vorarlberg verdächtigt. Die Männer wurden in eine Justizanstalt gebracht.

Freitag, 22.01.2021, 21:45 Uhr
Gefährliche Drohung mit Messer

Vorfallsort: Wien-Brigittenau, Traisengasse

Während eines handfesten Streites zwischen zwei österreichischen Staatsbürger (24, 25), soll der Jüngere seinen Kontrahenten mit einem Messer bedroht haben. Der 25-Jährige flüchtete anschließend aus der Wohnung und alarmierte die Polizei.

Einsatzkräfte des Stadtpolizeikommandos Brigittenau und der WEGA konnten den Tatverdächtigen in der Wohnung vorläufig festnehmen. Die mutmaßliche Tatwaffe, ein Küchenmesser, wurde vorläufig sichergestellt. Ein durchgeführter Alkovortest mit dem 24-Jährigen ergab einen Messwert von einem Promille. Beide Personen wurden wegen des Verdachts der gegenseitigen Körperverletzung und der 25-Jährige zusätzlich wegen des Verdachts der gefährlichen Drohung auf freiem Fuß angezeigt.

Freitag, 22.01.2021
Messerstecherei durch Araber

Vorfallsort: Wien-Favoriten, Favoritenstraße/U-Bahn-Station Alaudagasse

Sachverhalt: Ein 21-Jähriger war mit zwei Freunden im Außenbereich der U-Bahn-Station Alaudagasse, als gegen 22.45 Uhr zwei derzeit noch unbekannte Täter den Mann attackiert haben sollen. Die beiden Tatverdächtigen sollen den 21-Jährigen zuerst angerempelt haben und anschließend weitergegangen sein. Laut Zeugenangaben haben sich die unbekannten Täter umgedreht und gingen wieder zu den drei Personen zurück. In weiterer Folge sei es zu einem Handgemenge zwischen dem 21-Jährigen und einem Tatverdächtigen gekommen.

Dabei soll der Unbekannte ein Messer gezogen und seinen Kontrahenten einen Stich in den Oberarm versetzt haben. Anschließend flüchteten die beiden Tatverdächtigen in unbekannte Richtung. Eine sofort eingeleitete Fahndung der Wiener Polizei verlief negativ. Ebenfalls alarmierte Einsatzkräfte der Wiener Berufsrettung übernahmen die notfallmedizinische Versorgung des 21-Jährigen und brachten ihn in weiterer Folge in ein Spital. Es bestand keine Lebensgefahr. Das Stadtpolizeikommando Favoriten hat die Ermittlungen übernommen. Hinweise (auch anonym) zu den Tatverdächtigen können in jeder Polizeiinspektion abgegeben werden.

Tatverdächtiger 1:
Statur: männlich, zwischen 20-30 Jahre alt, zwischen 170- 180 cm groß, Vollbart, vermutlich arabischer Herkunft.
Bekleidung: schwarze Jacke, Jeanshose, weiße Schuhe, hellgraue Kappe, blauer Mund-Nasenschutz.

Tatverdächtiger 2:
Statur: männlich, zwischen 18-25 Jahre alt, zwischen 160-170 cm groß, vermutlich arabischer Herkunft.
Bekleidung: rot/gelb/blau gestreifte Jacke, schwarze Hose, weiße Schuhe, dunkelgraue/schwarze Haube, schwarze Maske, schwarze Umhängetasche.

Samstag, 23.01.2021, 10:45 Uhr
Ehemann niedergestochen

Vorfallsort: Wien-Floridsdorf, Bereich Julius-Ficker-Straße

Eine 72-jährige österreichische Staatsbürgerin soll ihren 84-jährigen Ehemann im Zuge eines Streites am Samstag gegen 10.45 Uhr mit einem Messer lebensgefährlich verletzt haben.
Der Mann wurde mit zwei Stichverletzungen in ein Spital gebracht und befindet sich aktuell nicht mehr in Lebensgefahr. Die Vernehmung des Opfers ist noch ausständig. Die Tatverdächtige wurde von den Polizisten des Landeskriminalamtes Wien, Außenstelle Nord, einvernommen. Dabei gab sie lediglich an, dass es zu einem Streit gekommen sei. Sie wurde wegen des Verdachts des versuchten Mordes in eine Justizanstalt gebracht.