Die Wiener Polizei ermittelte in einer Einbruchsserie. Die jugendlichen Täter waren wegen ähnlicher Delikte bereits verurteilt.

Am 11. November 2019 gelang es der Gruppe Messerer des Wiener Landeskriminalamts eine Einbruchsserie aufzuklären. Zwischen Juli und November 2019 hatte eine Jugendbande 77 Einbrüche und Einbruchsversuche in Wien (Florisdorf und Donaustadt) begangen und einen Gesamtschaden von rund 148.000 Euro verursacht. Die Polizei konnte damals neun Jugendliche im im Alter zwischen 15 und 17 Jahren – drei österreichische und zwei serbische Staatsbürger sowie je ein türkischer, ein syrischer, ein somalischer und ein rumänischer Staatsangehöriger – ermitteln. Zwei der Haupttäter, ein 16-jähriger Somalier und sein ebenfalls 16-jähriger Komplize (Österreicher) wurden in weiterer Folge zu einer unbedingten, bzw. einer bedingten Haftstrafe verurteilt.

Offenbar war es im Gefängnis zu schön

Ab Mitte März diesen Jahres kam es wieder zu einem Anstieg von Einbrüchen in Florisdorf und der Donaustadt. Abermals übernahm die Gruppe Messerer die Ermittlungen und konnte auf Grund von Befragungen, Spuren und Videoüberwachungen die Tatverdächtigen bald identifizieren. Dabei handelte es sich um die gleichen Jugendlichen, die bereits für die erste Einbruchsserie hauptverantwortlich waren. Sie wurden nun festgenommen und befinden sich erneut in Haft. Das Landeskriminalamt konnte den mutmaßlichen Tätern von März bis Mai 2020 insgesamt 13 vollendete und 9 versuchte Einbrüche in Geschäfte, Firmen, Lokale usw. zuordnen. Die Schadenssumme der zweiten Einbruchserie beläuft sich auf rund 37.000 Euro.