Antisemitismus, Demokratie- und Verfassungsfeindlichkeit, Aufrufe zum bewaffneten Kampf. Es ist ein breites Programm des Islamismus, das bei Predigten in der Wiener Baitul Mamur Masjid-Moschee vertreten wird. Dies belegte FPÖ-TV am Montag mit einer umfangreichen Recherche. Besonders brisant werden diese Umstände, weil hochrangige SPÖ-Politiker in dieser Moschee ein und ausgehen sollen: Speziell der von Kritikern der Muslimbruderschaft zugeschriebene SPÖ-Landtagsabgeordnete Omar Al-Rawi aber auch der SPÖ-Bezirksvorsteher Favoritens, Marcus Franz.

„Es zeige die Liebe zu Allah, indem man sein Leben (im Kampf) für ihn opfert.“ Solche und andere Predigt-Inhalte wurden bislang in der Favoritener Moschee vermittelt. SPÖ-Bezirksvorsther Marcus Franz ist besonders stolz darauf, diese Moschee „seit Anbeginn zu begleiten“. Neben dem Extremismus fällt auf, dass die SPÖ-Vorgaben hinsichtlich Gleichberechtigung und Frauenförderung in diesem Kontext vollständig egal zu sein scheinen.

„Juden fahren zur Hölle“

In einer anderen Predigt ist in deutscher Sprache zu hören, dass Juden bei ihrem Tod „zur Hölle gehen“, weil sie den Islam nicht angenommen haben. Islamismus-Experte Irfan Peci hält diese Aussage für klar antisemitisch. Er erklärt, dass in dieser Moschee vermittelt wird, dass jeder der nicht dem Islam angehört in die Hölle komme. Speziell der Antisemitismus wundert ihn nicht, da der Imam auch an einer Anti-Israel Demonstration teilgenommen habe.

Wird diese Moschee von der Stadt Wien gefördert?

Peci wirft in diesem Zusammenhang auf die Frage auf, ob zur Errichtung und zum Betrieb dieser Moschee vielleicht auch öffentliche Gelder geflossen sind oder immer noch fließen. Der Gedanke liegt nahe, weil laut speziell der SPÖ-Bezirksvorsteher Marcus Franz laut Peci und FPÖ-TV immer wieder in dieser Moschee ein und aus geht, Reden hält oder an Feierlichkeiten teilnimmt. Dies wird durch Foto- und Videomaterial belegt.

Koran und Allah stehen über den Gesetzen der Menschen

In der Moschee tragen verschiedene Personen vor, dass der Koran über allen Gesetzen der Menschen steht. Offenbar wird dies auch jungen Menschen gepredigt, die das im Kreis ihrer Mitgläubigen unreflektiert reproduzieren. Solche Grundlagen widersprechen, so Peci, klar einer demokratischen Grundordnung. Die Prediger der Moschee präsentierten sich auf Fotos immer wieder mit radikalen Salafisten.

SPÖ-Bezirksvorsteher Marcus Franz betonte in einer Ansprache in der Moschee, wie gerne er neue Speisen und Gewürze kennenlernt. Für diesen Zweck empfindet er Favoriten als Paradies. FPÖ-TV zeigte auf Basis von Videomaterial auf, wie so manche Speise im Beisein des Imams der Moschee zubereitet wird.

Für Allah zu sterben ist Liebe

„Ich kann für Allah sterben.“ „Das ist Liebe.“ Weitere erschütternde Predigtinhalte, die auf den von FPÖ-TV recherchierten Videos zu sehen und zu hören sind. Es geht darum, dass die Moslems über die Ungläubigen siegen werden. Peci weist darauf hin, dass die Mehrheitsgesellschaft in Österreich noch nicht moslemisch ist. Diese Menschen wären mit „die Ungläubigen“ gemeint. Bei zitierten Koranversen ginge es klar um Gewalt, um den Dschihad: Um töten und getötet werden im Namen Allahs.

Verbrüdert sich SPÖ aus wahltaktischen Gründen mit radikalem Islam?

Es wird erwartet, dass sich die SPÖ wie bei vergleichbaren Skandalen distanzieren wird und wieder keiner gewusst haben will, was dort gepredigt wird. Die Videobeweise zeigen aber, dass die problematischen Inhalte durchaus auch in deutscher Sprache vorgetragen werden. Somit ist von wahltaktischem Kalkül auszugehen, weshalb sie die SPÖ mit solchen Moscheen und deren Predigern gemein machen.