Pädiatrische Intensivstationen, wie hier im Symbolbild im deutschen Hannover, gibt es in Wien lediglich zwei. Viel zu oft müssen kranke Kinder in der Bundeshauptstadt aufgrund des Betten-Notstands zu früh auf Normalstationen verlegt werden.

Skandalöse Zustände herrschen in den Kinder-Intensivstationen im rot-grün regierten Wien. Lediglich zwei solcher Stationen mit viel zu wenig Plätzen gibt es in der Weltstadt an der Donau. Nun wurde bekannt, dass aufgrund des massiven Betten-Mangels nicht selten Kinder viel zu früh auf normale Stationen verlegt werden müssen.

Dieser Missstand ist die Folge der Streichung von Ausbildungsplätzen durch die SPÖ und die rote Führung des Krankenanstaltenverbundes (KAV), konstatieren Experten. Man kann es aber auch weniger diplomatisch einfach auf den Punkt bringen: „Die SPÖ spielt mit den Leben kleiner Kinder.“

Ein Kommentar von René Rabeder

Kein Platz für schwer kranke Kinder?

Mehr als 190.000 Kinder unter 10 Jahren leben in Wien. Lediglich acht (!) Betten zählt die Kinder-Intensivstation des SMZ Ost. Neben der Abteilung im AKH sind das die einzigen Betten für Kinder, die intensive Pflege benötigen. Der Betten-Notstand ist so eklatant, dass die Kleinen sofort auf Normalstationen verlegt werden müssen, sobald ein neuer Patient kommt, den es einfach noch schlimmer erwischt hat. Ein grauenvoller Gedanke, in einer Weltstadt mit knapp zwei Millionen Einwohnern. Noch grauenvoller, wenn man an die aberwitzigen Summen denkt, die von der rot-grünen Stadtregierung alljährlich in äußerst fragwürdige Projekte gesteckt werden. Ja, es wirkt beinahe schon zynisch, wenn man sieht, für was und für wen Geld in Hülle und Fülle da zu sein scheint. „Über Geld spricht man nicht, Geld hat man“, sagte der einstige SPÖ-Bürgermeister Michael Häupl. Für schwerkranke Kinder hat man es scheinbar nicht. Es wäre aber langsam an der Zeit für seinen (ebenfalls roten) Nachfolger Michael Ludwig darüber zu sprechen.

FP-Nepp: Kinderleben muss Priorität haben

„Während den rot-grünen Vereinen mit ihren Politgünstlingen zig Millionen Euro an Wiener Steuergeld pro Jahr in den Rachen geworfen werden, wird bei der Gesundheit von Kindern, die intensivmedizinisch versorgt werden müssen, eingespart“, brachte es der freiheitliche Vizebürgermeister Dominik Nepp auf den Punkt. Er fordert den Ausbau der Kinder-Intensivplätze sowie eine Personalaufstockung. „Die Gesundheit und das Leben von Kindern muss in Wien oberste Priorität haben.“

„Nicht nur in Wien“, bleibt mir an dieser Stelle nur zu ergänzen …