Eigentlich wollte die Antifa gestern Abend gegen Faschismus demonstrieren. Spontan. In Wien Favoriten. Doch das ging gewaltig schief: sie wurde von mehreren Gruppen „türkischer Faschisten“ verprügelt. 

Konfliktherde, wohin das Auge blickt. Angefangen mit der Black Lives Matter Bewegung in den USA verbreiten sich die migrantischen Unruhen im gesamten Westen. Die Antifa nennt sich mittlerweile „Migrantifa“ und möchte damit um ein weiteres betonen, dass sie gemeinsam mit den Zuwanderern Seite an Seite gegen die „Strukturen“ unserer Gesellschaft ankämpft.

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Abreibung statt Solidarität für Antifa

Neben linken Parteien sieht auch die Antifa ihre Chance unter den Migranten neue Mitstreiter zu finden.
Für die Wiener Antifa ging diese Rechnung vorerst nicht auf:
Sie traf im Migrantenbezirk Favoriten auf wenig „Solidarität“ und kassierte stattdessen eine Abreibung.

Hintergrund: Üblicherweise finden Antifa-Demonstrationen in den Nobelbezirken Wiens statt, in denen kein Widerstand zu erwarten ist. So steht die Wiener Ringstraße im Bereich der Parlaments nahezu täglich aufgrund von Demonstrationen still.
Auch in den Studentenbezirken Neubau, Josefstadt und Alsergrund genießt die Antifa ihr Heimspiel.

Vorgeschichte: Türken gehen auf kurdische Frauenplattform los

Im Vorfeld sollen „Graue Wölfe“ also türkische Nationalisten eine Kundgebung von kurdischen Feministinnen angegriffen haben. Um 20:19 rief die Antifa Wien über Twitter zur „spontanen Kundgebung“ am Keplerplatz in Wien Favoriten auf:

Zwischenzeitlich habe sich die kurdische Frauenplattform im Ernst Kirchweger Haus verschanzen müssen. Das Ernst-Kirchweger-Haus beherbergt verschiedene Antifa-Organisationen.
Erst danach rückte die Antifa aus den inneren Bezirken an.

Wilde Szenen: Ruf nach mehr Polizei

Wilde Szenen müssen sich in Wien Favoriten abgespielt haben. So berichtet dieser Nutzer von über 100 Grauen Wölfen, die auf die feministische Kurdendemo losgegangen seien.
„inkl. Messerdrohung“:


Laut Berivan Aslan (Grüne) sei die Polizei mehrere Stunden lang nicht in der Lage gewesen, die „türkischen Faschisten“ unter Kontrolle zu bringen.

Helikopter, Wega und ein Demonstrant in Bundesheeruniform

Laut Augenzeugen kamen zwei Polizeihubschrauber zum Einsatz. Auch die Spezialeinheit der Polizei WEGA musste ausrücken, um die Situation in den Griff zu bekommen. Österreich-Reporter Yasin Sahin, der die Szenerie beobachtete, berichtet, dass sich sogar ein Bundesheersoldat unter den Demonstranten befand. Er habe während der Demonstration seine Uniform getragen. Die Militärpolizei sei eingeschalten worden. Derzeit ist noch unklar, ob es sich dabei um einen „türkischen Faschisten“ oder einen „kurdischen Feministen“ handelt.

 

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