Die Messer-Serie begann am Donnerstagnachmittag, als Minderjährige auf offener Straße in Wien-Döbling einen Streit austrugen. Ein 14-jähriger erlitt dabei einen Bauchstich. Etwas später eskalierte eine Auseinandersetzung in Wien-Margareten. Hier landete ein 17-jähriger im Krankenhaus.

Gegen 13:30 Uhr kam es im 19. Wiener Gemeindebezirk Döbling zu einer verbalen Auseinandersetzung zwischen vier Jugendlichen. Medienberichten zufolge ging es um „die Ehre“, ein Mädchen wäre beleidigt worden. Vor dem Wohnhaus des späteren Opfers, eines 13-jährigen Tschetschenen, entwickelte sich zuerst eine Rangelei und ein Faustkampf…

Stichverletzung nicht lebensgefährlich

Der mutmaßliche Täter, ein 14-Jähriger mit österreichischen Ausweispapieren stach daraufhin zu und verletzte den 13-Jährigen im Bauchbereich. Die Jugendlichen versuchten dann zu flüchten, konnten aber nach kurzer Zeit im Bereich der Glatzgasse festgenommen werden. Beteiligt waren noch ein 15-Jähriger mit österreichischen Dokumenten sowie ein 16-jähriger Kolumbianer. Nach aktuellem Informationsstand dürften die Stichverletzungen nicht lebensbedrohlich sein.

Gegen 14:00 Uhr stach dann ein unbekannter Mann einen 17-jährigen in den Bauch. Die Tat ereignete sich in einer Straßenbahn der Linie 6 nahe dem Margaretengürtel. Bislang ist die Vorgeschichte nicht geklärt. Möglicherweise gab es einen Streit zwischen dem Attackierten und dem Täter, der sich in Begleitung einer weiteren männlichen Person befand. Dem Messer-Duo gelang die Flucht, die Fahndung verlief bislang erfolglos. Die Polizei hat bislang keine Personenbeschreibung veröffentlicht. Das Opfer soll sich nicht in Lebensgefahr befinden.

Möglicher Streit im Drogenmilieu

Gegen 18:00 kam es zu einer Auseinandersetzung zwischen mehreren Männern im Bereich des Bahnhofs von Wiener Neustadt. Möglicherweise eskalierte ein Streit im Drogenmilieu. Das Opfer erlitt schwere Verletzungen und musste notoperiert werden. Es besteht Lebensgefahr.

Erst am Vortag wurde ein Mann in Innsbruck von Räubern niedergestochen, weil er nicht genügend Geld mithatte. In einer ersten Reaktion äußerte sich Michael Schnedlitz (FPÖ), Bürgermeister-Stellvertreter aus Wiener Neustadt deutlich: „Die Bevölkerung hat kein Verständnis mehr dafür, dass es immer häufiger zu solchen Delikten kommt. Wenn jemand mehrfach straffällig wird, egal ob aus dem Suchtmittelmilieu oder als Zuwanderer, braucht es sofortige Maßahmen.“ Es könne nicht sein, dass in Fällen amtsbekannter Intensivtäter „nichts passiert“. Schnedlitz fordert den Justizminister auf, hier endlich zu handeln.