Immer mehr Hinweise deuten darauf hin, dass das Asyllager Moria auf der griechischen Insel Lesbos ein Opfer gezielter Brandstiftung wurde. Es kam zu Aufständen, Corona-Infizierte verweigerten die Isolation (Wochenblick berichtete). Die Feuerwehr wurde mit Steinwürfen angegriffen. Nun überbieten sich linke Parteien, wer als erster und am meisten so genannte „Flüchtlinge“ aufnehmen und einer Rundum-Versorgung zuführen könne. Im harten Wiener Wahlkampf sprechen sich nur die ÖVP und die FPÖ dagegen aus.

Ein Kommentar von Willi Huber

Linke Parteien glauben, mit vermeintlicher „Menschlichkeit“ bei ihrer Klientel punkten zu können. Ob der anständige Arbeiter, der sein Leben lang aus Tradition heraus SPÖ gewählt hat, wirklich besonders scharf auf mutmaßlich mit Corona infizierte junge Männer aus arabischen Ländern ist, darf durchaus hinterfragt werden. Auch der Umstand, dass es sich bei einigen der Einwanderungswilligen um Straftäter handeln dürfte, wird nicht jeden Wiener Steuerzahler besonders glücklich machen. Man darf das nicht falsch verstehen, das grantige aber goldene Wiener Herz ist voll von Nächstenliebe und Güte. Man sollte es aber nicht überstrapazieren. Und auch verarscht wird der Wiener nicht gerne.

FPÖ-Nepp grundsätzlich gegen Moria-Immigranten

Der Wiener FPÖ-Chef Vizebürgermeister Dominik Nepp spricht sich angesichts der aktuellen Debatte für einen totalen Zuwanderungsstopp aus, nicht nur aus Moria. „Wenn Tausende von Moria in Europa verteilt werden und die Brandstifter Erfolg haben, wird es weiteren Zustrom geben und das Erfolgsmodell `Einreise durch Brandstiftung´ fortgesetzt. Wer das Dach, das ihn schützt, anzündet, hat in Österreich und ganz Europa nichts verloren“, so Nepp. Der Wiener FPÖ-Spitzenkandidat verweist darauf, dass alleine im Corona-Jahr 2020 bereits fast 7.000 Asylanträge in Österreich gestellt wurden. „Dies zeigt die Heuchelei der ÖVP in dieser Frage auf, die zwar nach Außen immer eine harte Linie poltert, aber in der Realität die linke Politik der Grünen betreibt. Einfach falsch, einfach türkis“, kritisiert Nepp.

ÖVP berichtet von Brandstiftung, will keine Aufnahme

Innenminister Nehammer berichtete gegenüber Medien, dass ihn der griechische Minister für Migration darüber informiert habe, dass die Brände in Moria gelegt und die Rettungskräfte attackiert wurden. Den dafür Verantwortlichen will Nehammer deshalb sagen: „Gewalt ist kein Mittel für den Eintritt in Europa. Gewaltbereite Migranten haben keine Chance auf Asyl in Europa.“ Diese Menschen „haben die Katastrophe bewusst ausgelöst und damit Menschenleben gefährdet“.

NEOS wollen sofort helfen

NEOS-Spitzenkandidat Helmut Brandstätter wirbt wortreich für die Einreise der so genannten Flüchtlinge. Es wäre eine „Schande für Österreich“ dass die Aufnahme bislang scheiterte.

Grüne für schnelle Aufnahme

Die Grüne Spitzenkandidatin Birgit Hebein spricht davon, dass sich nach dem Brand niemand mehr weigern könne, Menschen von Moria aufzunehmen. Die grüne Umweltministerin Gewessler sah es ebenso als „Gebot der Menschlichkeit“, rasch Unterstützung zu leisten.

SPÖ stimmte Aufnahmeresolution zu

Von Bürgermeister Ludwig gibt es keine konkrete Aussage nach dem Brand, zuvor hat seine Partei gemeinsam mit NEOS und Grünen aber zugestimmt, 100 Ankerkinder aus dem Asyllager nach Wien zu holen.