Am Sonntag findet die Wien-Wahl statt. Es wird die letzte Wahl  in Wien sein, bei der die einheimischen Österreicher noch die Mehrheit stellen. Die Ausländerpartei SÖZ zeigt sich unter dem Motto „Wir sind mehr“ bereit, für das Rennen um Wiens Ausländer. Sie gilt Insidern zufolge als „Erdogans verlängerter Arm in Wien“.

Am vergangenen Wochenende demonstrierten, angeführt von Listenchefin Martha Bißman, kopftuchtragende Vertreterinnen der Ausländerpartei SÖZ für die Aufnahme von mehr Asylwerbern. Darüberhinaus forderten sie die Auslieferung Norbert Hofers. Er hatte die Moslem-Community zuvor durch einen Koran-Sager aufgeregt und erhielt seither unzählige Morddrohungen, wie Wochenblick berichtete.

Auslieferung Hofers gefordert

Der FPÖ-Chef hat zuvor den Koran als „gefährlicher als Corona“ kritisiert und damit den Hass radikaler Moslems auf sich gezogen. Auch das SÖZ reagierte erzürnt und brachte eine Sachverhaltsdarstellung bei der Staatsanwaltschaft ein. Die Ausländerpartei will, dass Hofer für die Aussage, die er am Viktor-Adler-Markt traf, nach dem Verhetzungsparagraphen bestraft wird. Dafür soll ihm vom Nationalrat die Immunität entzogen werden.

Verhetzung: bis zu zwei Jahre Gefängnis drohen

Die Moslemvertreter sehen ihre religiösen Lehren durch Norbert Hofers Aussage „Der Koran ist gefährlicher als Corona“ gefährdet.
In Österreich kann das verächtlich machen religiöser Lehren im Falle einer Verurteilung gemäß des Verhetzungsparagraphen zu einer Gefängnisstrafe von bis zu zwei Jahren führen. Geht es nach dem SÖZ, so soll Norbert Hofer verurteilt werden.