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André Wendt, sozialpolitischer Sprecher der Partei „Alternative für Deutschland“ in Sachsen zeigte sich jetzt schockiert über das Insider-Dokument. „Das ist ein Schlag ins Gesicht eines jeden Arbeiters, der jeden Cent dreimal umdreht“, kritisierte der Politiker die sächsischen Regierungsparteien CDU und SPD scharf.

Im Internet sorgt jetzt ein Bescheid des deutschen Landkreisamtes Leipzig (Sachsen) für Aufsehen. Demnach streicht eine Asyl-Familie monatlich Sozialhilfe im Wert von 7.345,54 Euro ein. Sogar die Miete wird vom deutschen Steuerzahlern großzügiger Weise übernommen.

Wie die „Bild“-Zeitung berichtet, handelt es sich um eine zehnköpfige Familie, deren Asylverfahren länger als 15 Monate dauerte. Die zuständige Behördensprecherin wollte den Bescheid vom 21. März 2017 gegenüber „Bild“ nicht direkt bestätigen, gestand aber ein, dass der Bescheid in der „äußeren Erscheinung“ mutmaßlich einem Original-Schriftstück entspreche.

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Insider wird wahrscheinlich bestraft

Der noch unbekannte Insider, der das brisante Dokumente der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt hat, muss nun mit einer unter Umständen empfindlichen Strafe rechnen. „Die Strafverfolgungsbehörden wurden eingeschaltet“, betont die Behördensprecherin mit Nachdruck.

Pro Monat: 7.345,54 Euro

Gründe für den besonders hohen Betrag an Sozialleistungen sind sowohl die Anzahl der Familienmitglieder sowie die lange Dauer des Asylverfahrens.

Müssen Asylwerber länger als 15 Monate auf einen Bescheid warten, steht ihnen in Deutschland Sozialhilfe zu. Damit erhöhen sich die Gelder auf das Doppelte!

Experten: Keine Fälschung

Zusätzlich werden laut Medienberichten die Kosten für die Miete übernommen. Wie ein Foto des Bescheids zeigt, wurde im aktuellen Fall pro Familienmitglied ein Betrag von durchschnittlich 700 Euro zugestanden. Die renommierte Recherche-Plattform Mimikama hat pikante Auszüge veröffentlicht und erklärte inzwischen, „dass es sich hierbei um keine Fälschung handelt.“

Die Sprecherin der zuständig Behörde führt – erschreckender Weise – weiter aus, dass diese Kosten kein Einzelfall seien und betont, dass die Unterbringung einer solchen Anzahl von Personen durchaus regelmäßig über 4.000 Euro kosten könne.

Wie lang die Familie noch auf den Bescheid warten muss, ist unklar. Klar ist, dass sie bis dahin die 7.345,54 Euro monatlich bezieht.

Steyr: Asyl-Familie bekam 5.118 Euro pro Monat 1
Wie der „Wochenblick“ im Mai 2016 aufdeckte, kassierte eine Asyl-Familie aus Steyr monatlich 5.118 Euro an Sozialleistungen.

Scharfe Kritik von AfD

Deutliche Kritik übt jetzt insbesondere die sächsische Landtags-Fraktion der konservativ-patriotisch orientierten „Alternative für Deutschland“ (AfD).

André Wendt, sozialpolitischer Sprecher, sieht erklärt: „Verantwortlich ist einzig und allein die CDU-SPD-Regierung“ und stellt weiter fest: „Dieser ‚Betrug‘ am deutschen Volk muss gestoppt werden. Für das gesamte Asylverfahren muss das Asylbewerberleistungsgesetz gelten. Gleichzeitig muss das Klagerecht geändert werden, um die Gerichte und den gesamten Staat zu entlasten. Für Ausreisepflichtige müssen Geldleistungen in Sachleistungen umgewandelt und die Abschiebung nach Erhalt des Ablehnungsbescheids vollzogen werden.“ 

Wendt empört sich: „Alleine in Sachsen gibt es 10.000 Ausreisepflichtige, die nicht abgeschoben werden.“

Österreich: 5.118 Euro für Asyl-Familie

Derartige Fälle gibt es aber auch in Österreich: Wie der „Wochenblick“ im Mai 2016 aufdeckte, kassierte eine Asyl-Familie aus Steyr monatlich 5.118 Euro an Sozialleistungen.

Die Echtheit des Schock-Dokuments von Steyr vom Juni 2015 wurde unserer Zeitung von einem Sprecher des „Österreichischen Roten Kreuzes“ (ÖRK) in Oberösterreich im Zuge der Recherchen im Mai 2016 bestätigt. Demnach erhielt die offenbar arabischstämmige Familie vom AMS bedarfsorientierte Mindestsicherung in Höhe von 3.783,90 Euro. Hinzu kamen ein Kinderabsetzbetrag sowie eine erhöhte Familienbeihilfe von 1.334,20 Euro.