Es ist nicht zu fassen, wie die Wogen schon wieder wegen eines Busenpaares hochgehen. Als „frauenverachtend“, „sexistisch“, „peinlich“ und „im Jahr 2018 völlig deplatziert“ bezeichnen die politischen Gegner die neue Sommerkampagne der FPÖ, die einen halbnackten Frauen- sowie auch einen Männeroberköper auf Plakaten zeigt.

Ein Kommentar von Elsa Mittmannsgruber

Nackter Muskel-Mann

Ob sie peinlich ist, sei dahingestellt, aber was bitte ist dabei frauenverachtend? Da könnten sich höchstens Frauen verachtet fühlen, die nicht mit solch einem Luxuskörper ausgestattet sind. Immerhin ist genauso ein Mann abgebildet – ist das dann auch männerverachtend?

Und dann wieder das Wort des Jahres: „Sexismus“. Einfach einmal ausgespuckt, soll es alles Weibliche verteufeln, besonders dann, wenn es Männern gefällt. Ich bin mir nicht sicher, ob sich alle, die das Wort Sexismus so inflationär benutzen, bewusst sind, dass es sich dabei um Diskriminierung handeln sollte.

Wer wird diskriminiert?

Wer aber wird diskriminiert, wenn sich eine Frau halbnackt fotografieren lässt? Noch vor ein paar Jahrzehnten galt es als Befreiung der Frau, dass sie sich öffentlich entblößen durfte und mit Minirock durch die Stadt spazieren konnte. Jetzt muss sie sich schämen, weil sie ihre Artgenossen damit diskriminiert.

Im Jahr 2018 ist das deplatziert, sagt der Linzer Bürgermeister Klaus Luger. Stimmt, denn die linke Politik der Grenzöffnung wirft uns Frauen wieder ein paar Jahrhunderte zurück. Bei frauenverachtenden und sexistischen „Flüchtlingen“ und ihren Gewaltverbrechen schreit niemand von diesen Politikern auf. Das passt ja vielleicht auch mehr ins Jahr 2018. Also liebe FPÖ: Seid zeitgemäß und zieht der Frau bitte das nächste Mal einen Burkini an!