Viel Wirbel gibt es derzeit rund um die Privatjet-Reisen des Innenministers Wolfgang Sobotka. Wie der Standard gestern berichtete, zahlte das Innenministerium seit April 2016 insgesamt 152.419 Euro für die Charterflüge des Ministers. Dabei flog der Innenminister auch Kurzstrecken wie Wien–Budapest (243 Straßenkilometer) und Linz–München (271 Kilometer).

Dies ergab die Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage des  Abgeordneten Rupert Doppler. Seit Amtsantritt im April 2016 seien elf Charterflüge verbucht worden, so das Innenministerium. Pro Flug wurden zwischen 5.420 und 26.480 Euro bezahlt.

Bürger und Journalisten toben

Im Netz verbreitet sich angesichts dieser Nachrichten großer Unmut. Viele Bürger haben kein Verständnis für solche exzessiven Ausgaben auf Steuerzahlerkosten. In den sozialen Netzwerken wird heiß diskutiert und man sieht das Klischee des „prassenden Politikers“ wieder einmal bestätigt. Der Chefredakteur der Zeitung „Falter“, Florian Klenk, empfiehlt auf Facebook die „Einrichtung einer Bonzenspur“, um Sobotka bevorzugt durchzuwinken.

Wirbel um Privatjet-Reisen des Innenministers

Ministerium rechtfertigt Ausgaben

Sobotka wehrt die Anschuldigungen vehement ab: „Die Wahl der Transportmittel richtet sich nach Kosten und Praktikabilität“, erklärt der Innenminister. Auch das Innenministerium bezieht Stellung für Sobotka und erklärt die häufigen Charterflüge mit der großem Entourage, die mitreisen würde und dem engen Zeitplan, dem der Minister meist unterliegt.

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