Grundeinkommen-Experiment in Finnland ohne verwertbares Ergebnis

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Keine wesentlichen Veränderungen in der Arbeitsmotivation

Grundeinkommen-Experiment in Finnland ohne verwertbares Ergebnis

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Finnlands Experiment des „bedingungslosen Grundeinkommen“ brachte leider keine sehr aussagekräftigen Ergebnisse. Außer, dass sich die Bezieher des Geldes – eh klar – psychisch und finanziell besser fühlten. Auch ein „kleiner“, positiver Beschäftigungseffekt wurde festgestellt. Ob dieser wegen des Experiments eintrat oder wegen der, ab 2018 eingeführten Verschärfung des Zugangs zu Arbeitslosengeldes, sei unklar – räumen auch die Studienautoren ein. 

Zwischen 2017 und 2018 gewährte die Regierung 2000 Arbeitslosen zwischen 25 und 58 Jahren eine monatliche Zahlung von 560 Euro ohne Bedingungen und ohne Prüfung der Bedürftigkeit. Dieses bedingungslose Grundeinkommen wurde nicht gekürzt, auch wenn eine Person einen Job bekam und später eine Gehaltserhöhung hatte.

Nicht sehr viel mehr „Bock auf Arbeit“

In der Studie wurden Beschäftigung und Wohlbefinden von Empfängern des Grundeinkommens mit einer Kontrollgruppe von 173.000 Personen verglichen, die Arbeitslosengeld erhielten. Im Studienzeitraum arbeiteten Personen mit Grundeinkommen, durchschnittlich 78 Tage, sechs Tage mehr, als Personen mit Arbeitslosengeld. Vorläufige Ergebnisse, die im Februar letzten Jahres veröffentlicht wurden, hatten zuvor keinen Unterschied zwischen den beiden Gruppen hinsichtlich der Anzahl der Arbeitstage im Jahr 2017 festgestellt.

Wenig durchdachtes Timing

Mit Beginn des Experimentes nahm die Beschäftigung von Personen mit Kindern und von Menschen, deren Muttersprache nicht Finnisch oder Schwedisch war, stärker zu. Sehr wahrscheinlich auch deshalb, weil Anfang 2018 das „Aktivierungsmodell“ eingeführt wurde – also die Bedingungen für den Zugang zum Arbeitslosengeld verschärft wurden. Der Zusammenfall der beiden Ereignisse dürfte wenig durchdacht gewesen sein. Man könne jetzt nur sagen, dass der beobachtete Beschäftigungseffekt ein gemeinsames Ergebnis des Experiment- und Aktivierungsmodells war, hieß es. Wozu das Ganze dann gut sein soll, ist nicht bekannt.

Die Studie wurde bundesweit durchgeführt, ausgewählte Empfänger konnten sich nicht abmelden, weil die Tests Gesetz waren. Die Ergebnisse wurden von der finnischen Sozialversicherungsanstalt bekannt gegeben.

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