Pleitewelle in Österreich wegen Selbstmord-Sanktionen

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Wirtschaftskrieg gegen Russland schadet heimischen Firmen

Pleitewelle in Österreich wegen Selbstmord-Sanktionen

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„Zähne zusammenbeißen“ heißt es nun für die heimische Wirtschaft. Denn immer mehr Firmen müssen Insolvenz anmelden – bis zu 165 Prozent mehr Konkurse als im Vorjahr. Seit Wochen warnt die Industrie vor den Folgen der Selbstmord-Sanktionen, welche nun die österreichische Volkswirtschaft erbarmungslos treffen.

Selbstmord-Sanktionen führen in Ruin

Zahlreiche Unternehmen müssen derzeit Insolvenz oder Sanierungsverfahren beantragen. Die Gründe hierfür sind nicht zwangsläufig falsches Wirtschaften oder schlechte Auftragslagen sondern die folgenschweren Auswirkungen der Lockdowns sowie der EU-Sanktionen gegen Russland. Grobe Lieferverzögerungen und enorme Preissteigerungen von bis zu 300 Prozent bei Arbeitsmaterial sowie Energie und Transport lassen bei laufenden Projekten keine Neukalkulation zu. Unerwartete Mehrkosten die weiterverrechnet werden, belasten Endkunden gleichermaßen wie die Produzenten.

Hinzukommen Liquiditätsprobleme oder gar Zahlungsausfälle der Kunden, die selbst von operativ gut laufenden Unternehmen mit vollen Auftragsbüchern mittelfristig nicht kompensiert werden konnten. Aktuell betroffen ist etwa das Traditionsunternehmen “Christof Industries Austria”. 350 Arbeitsplätze in den Niederlassungen in Wels, Graz, Wien und Werndorf stehen auf dem Spiel. Noch befindet sich die Firma in einem Sanierungsverfahren, man will das Unternehmen retten. Viele Betriebe dürften weniger Glück haben. Gerade am wichtigen Industriestandort Oberösterreich droht Massenarbeitslosigkeit.

Wochenblick warnte bereits im März vor explodierenden Firmenpleiten und Massenarbeitslosigkeit:

EU spielt weiter auf Zeit

Viele, die in dieser Krise auf die hohe Politik und die EU setzten, werden sich zunehmend enttäuscht von ihr abwenden. Die EU-Granden und deren Handlanger in den Regierungen haben sich zwar aufgrund der massiven Energiepreis-Explosion auf “Notmaßnahmen” verständigt. Aber diese betreffen eher das Gas- und Stromspar-Zwänge als eine echte finanzielle Entlastungen. Lediglich darauf, dass Energieunternehmen künftig einen Teil ihrer Krisengewinne an den Staat abgeben müssen, wurde sich geeinigt. Ist es politische Unfähigkeit oder spielen die Eliten sehenden Auges auf Zeit?

Ein Gaspreisdeckel, mit dem die Verbraucher entlastet werden sollen, wurde jedenfalls noch nicht beschlossen. Die EU preschte lediglich mit einem leicht zu entlarvenden Säbelrasseln gegen Russland vor, das darauf abzielt, gar kein russisches Gas mehr zu beziehen. Das bedroht auch Österreich. Sogar die grüne Energieministerin Leonore Gewessler musste am Freitag vor einem EU-Sondertreffen in Brüssel: “Es müsse allen EU-Staaten klar sein, dass Österreich nach wie vor abhängig von Erdgasimporten aus Russland sei.” Und weiter: Es dürfe kein “Experiment auf dem Rücken der Versorgungssicherheit” geben.

Dabei wissen Gewessler, Nehammer & Co.nicht einmal, wie viel des in Österreich lagernden Gases heimischen Endkunden zufällt:

Wirtschaftskrieg mit Russland

Dass sich die Europäische Union nun offiziell in einem Wirtschaftskrieg befinde, daran lässt niemand mehr Zweifel offen. So sagte etwa der tschechische Industrieministers Jozef Sikela, man sei mit Russland in einem Energiekrieg. In Tschechien, das derzeit den EU-Ratsvorsitz innehat, kam es diesen Monat vermehrt zu Massenprotesten gegen die eigene Regierung und die Sanktionen gegen Russland. Auch in Österreich droht die Stimmung zu kippen.

Kritische Stimmen warnten von Anfang an dass ein Wirtschaftskrieg gegen Russland nicht zu gewinnen sei. Nun müssen die Steuerzahler diese Miesere ausbaden. Vor Jahren proklamierte die österr. Wirtschaftskammer den relativ allgemeinen Spruch “Geht’s der Wirtschaft gut, geht’s uns allen gut.” für sich. Der Umkehrschluss wirkt daher umso prägnanter: “Geht’s der Wirtschaft schlecht, geht’s uns allen schlecht. Selbst die Leier, dass die ursprünglichen Prognosen daneben lagen, dürfte dabei allmählich nicht mehr ziehen.

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