Russland-Sanktionen als Bumerang: Bankenpleite trifft deutsche Sparer hart

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Weil Russland-Geschäftsbeziehungen gekappt wurden

Russland-Sanktionen als Bumerang: Bankenpleite trifft deutsche Sparer hart

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Die Sanktionen gegen Russland und der weitgehende Ausschluss des Landes vom internationalen Zahlungsverkehr fordern auch im Bankensektor ihren Tribut – und davon waren nun zum ersten Mal auch Tausende deutsche Bankkunden betroffen: Die Amsterdam Trade Bank, hierzulande auch als FIBR Bank bekannt, musste Insolvenz anmelden. Es handelt sich um eine unmittelbare Folge der engen Geschäftsbeziehungen mit russischen Kunden oder Partnern, die auf Russland-Geschäfte angewiesen waren.

Banken-Crash mit Anlauf

Nachdem im März bereits die in Wien ansässige Sberbank Europe AG, als hundertprozentige Tochtergesellschaft der Sberbank Russland, gerade noch der Insolvenz entgehen konnte (was sie allerdings nicht vor ihrer nunmehrigen Abwicklung bewahrte), weil zu viele Kunden aufgrund der Russland-Sanktionen ihre Einlagen abgezogen hatten, ereilt die FIBR Bank nun dieses Los.

6.000 deutsche Kunden betroffen

Hauptgrund für den Zusammenbruch ist die Situation des FIBR-Mutterkonzerns Alfa Bank, der sich im Besitz des russischen Oligarchen Michail Fridman befindet und in existenziellem Maße vor allem durch die amerikanischen und britischen Sanktionen gebeutelt wurde. Betroffen von der Bankenpleite sind 23.000 Kunden, davon 6.000 aus Deutschland.

Zwar greift nun die europäische Einlagensicherung, das sogenannte Dutch Guarantee Scheme, auch für Betroffene aus Deutschland; allerdings sind eingezahlte oder angelegte Summen dadurch nur bis zur Höhe von 100.000 Euro abgesichert – nicht pro Konto, sondern als einmaliger Höchstbetrag pro Kunde.

Einlagensicherung greift nur bedingt

Die geschützte Gesamtsumme beläuft sich auf ca. 700 Millionen Euro; die Höhe der deutschen Verluste – auch wenn hierüber keine Angaben gemacht wurden – dürfte jedoch deutlich darüber liegen. Somit sind auch an dieser „Front“ im neuen Ost-West-Konflikt deutsche Bürger Leidtragende geworden – und es werden nicht die letzten gewesen sein. Robert Habecks apodiktische Aussage bezüglich der Russland-Sanktionen„Wir werden uns ja natürlich selbst schaden. Das ist ja völlig klar” – erweist sich als zynische Prophetie.

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