Varta – die weltbesten Batterien aus Deutschland

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Rare Erfolgsgeschichte von deutschem Erfindergeist

Varta – die weltbesten Batterien aus Deutschland

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Positive Wirtschaftsnachrichten sind aus Deutschland in der Ära Merkel eher rar geworden. Der deutsche Batterienkonzern Varta ist eine herausragende Ausnahme. Am Aktienmarkt konnte sich der Wert des Unternehmens im Vorjahr fast verfünffachen. Der Grund ist darin zu finden, dass Lithium-Ionen Batterien des Unternehmens eine um 30 Prozent höhere Energiedichte aufweisen sollen, als Produkte des Mitbewerbs.

Ob es eine gekonnte Marketing-Aktion war oder die Eigeninitiative eines findigen Analysten, wird nicht endgültig beurteilt werden können. Jedenfalls wurde der Rekord-Höhenflug des deutschen Traditionsunternehmens, Gründung 1887, durch investigativen Journalismus einzementiert. Stephan Klepp, Aktienanalyst der Commerzbank, wollte Gerüchten auf den Grund gehen, dass der Technologieriese Apple auf deutsche Batterietechnik setzt. Er kaufte die neuen AirPod Pro und sägte sie auf. Tatsächlich – in ihrem Inneren fanden sich Lithium-Ionen Mikrobatterien aus dem Hause Varta.

Batterien für Miniatur-Hochtechnologie

Deutscher Erfindergeist wird bei dem schwäbischen Unternehmen bis heute gelebt. Patente und Innovationen führten dazu, dass laut eigener Aussage kein anderes Unternehmen am Weltmarkt eine vergleichbare Energiedichte bei Mikrobatterien anbieten kann. Diese sind aus zahllosen Produkten des täglichen Lebens nicht mehr wegzudenken. Seien es Kopfhörer und Hörgeräte, Baby-Monitore oder medizinische Anwendungen wie Insulinpumpen. Kleinstbatterien werden in vielen Geräten der modernsten Höchsttechnologien verbaut. Im Endeffekt bestimmt die Batteriekapazität, wie nützlich ein Produkt in der Praxis wirklich ist und wie es vom Markt angenommen wird.

Börsenkurs in einem Jahr fast verfünffacht

Von 26,20 Euro im Jänner 2019 stieg der Kurs der als “Vertrieb, Aufladung, Reparatur transportabler Akkumulatoren” gegründeten Firma im Dezember auf fantastische 127,20 Euro. Nach Berichten von Börsenmedien bedeutete dies auch einen Gewinn von rund 100 Millionen Euro für den österreichischen Investor Michael Tonjer, der gegen Jahresende zu diesem Preis ein Aktienpaket verkaufte. Über den Industriekonzern Montana Tech ist er maßgeblich an Varta beteiligt.

Durch illegale Kopien und große Nachfrage unter Druck

Seit Jahresbeginn ist die Varta-Aktie wieder stark unter Druck. Als Gründe werden illegale chinesische Kopien der Batterien-Technologie angeführt. Varta habe bereits viele Abmahnungen verschickt und wolle einstweilige Verfügungen erwirken. Börseninsider vertreten allerdings die Theorie, dass Varta die internationale Nachfrage nach ihrem Spitzenprodukt nicht befriedigen könne und deshalb Marktanteile verliere. Seit Jahresbeginn hat die Aktie jedenfalls wieder 25 Prozent verloren und hält gegenwärtig in der Gegend von 80 Euro.

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