Corona_Welt

Die Entdeckung beruht auf einer Studie chinesischer Wissenschaftler und wurde in Nature Medicine veröffentlicht. Dabei wurden spezifische Abwehrzellen des menschlichen Körpers gegen das SARS-Cov-2 Virus festgestellt. Diese Zellen fanden sich bei internationalen Untersuchungen im Blut von bis zu 50 Prozent der Blutspender – sie sind eine Reaktion auf saisonale Coronaviren der alljährlichen Grippesaison. 

In der öffentlichen Debatte kam die Information oft viel zu kurz, dass Coronaviren keine Neuheit darstellen. Tatsächlich sind verschiedene Varianten dieser Virengruppe jedes Jahr an rund dreißig Prozent der Erkrankungen in der Grippesaison beteiligt. Die chinesischen Forscher Long QX, Tang XJ, Shi QL und andere fanden nun heraus, welche T-Zellen des menschlichen Immunsystems als Reaktion auf frühere Infektionen mit Coronaviren gebildet werden. Es handelt sich dabei um Gedächtniszellen, welche die Immunantwort des Körpers auslösen und im Idealfall für die rasche Bekämpfung von Viren sorgen.

Bis zu 50 Prozent der Blutspender hatten bereits Immunzellen gegen Coronaviren

Die chinesischen Forscher beschäftigten sich zunächst mit dem Blut genesener ehemaliger Corona Patienten. Die Überraschung bestand später darin, dass sich dieselben T-Zellen auch im Blut von Menschen fanden, die nie eine Infektion mit dem neuen Coronavirus SARS-Cov-2 hatten. Hinzu kommt, dass diese T-Zellen auch im Blut von Blutspenden vergangener Jahre ab zumindest 2015 nachgewiesen werden konnten. So wurden in Folgestudien im Blut von 20 bis 50 Prozent der Blutspender T-Zellen gegen SARS-Cov-2 nachgewiesen. In Österreich wurde Blut aus der Zeit von 2018-2019 untersucht. Dabei wurden in 30 Prozent der untersuchten Proben die entsprechenden T-Zellen gefunden.

Viele Fragen noch offen

Wie lange diese Zellen im menschlichen Körper „gespeichert“ werden, um die Immunantwort auf eine Infektion von Coronaviren zu verbessern, ist den Wissenschaftlern noch unbekannt. Ebenso wissen sie nicht, wie intensiv sich das Vorhandensein dieser Zellen auf den Verlauf einer Covid-19-Erkankung auswirkt. Mehr Informationen fineden sich im Artikel von Medmix.at, bei praxiswelt.info oder der oben erwähnten Studie in Nature Medicine.