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Der Kopftuchbinde-Workshop an der TU Berlin fand sowohl bei Männern als auch bei Frauen Anklang.

Die Berliner „Lange Nacht der Wissenschaften“ lockt regelmäßig zahlreiche Gäste, unter ihnen Kinder wie Erwachsene, an die akademischen Bildungseinrichtungen der deutschen Hauptstadt. Heuer öffneten am 09. Juni 2018 circa 70 wissenschaftliche Einrichtungen in Berlin sowie auf dem Potsdamer Telegrafenberg ihre Türen. Angeboten wurden unter anderem eine Veranstaltung zu „Supercomputing und Algorithmen“ sowie ein „Science Slam“ – und ein Workshop mit dem Titel „Technik des Kopftuchbindens“ lernen!

Letztere Veranstaltung fand im Anschluss an eine Podiumsdiskussion mit dem Titel „Kopftuchverbot für Lehrkräfte an allgemeinbildenden Schulen Berlins?“ im Haus des Lernens an der Technischen Universität Berlin statt. Im Mittelpunkt der Diskussion stand ein Urteil des Landesarbeitsgerichtes Berlin zum Kopftuchverbot an den Berliner Schulen.

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Vorwurf Islamisierung

Für Aufsehen in sozialen Medien sorgte dabei vor allem der öffentlich angekündigte, abendliche Kopftuchbinde-Kurs. Zudem berichtete unter anderem der von der Giordano-Bruno-Stiftung unterstützte „Humanistische Pressedienst“ (hpd) darüber. Unter dem Artikel kam es zu einer regen Diskussion. „Sowas nennt man Unterwanderung“, urteilte etwa eine Leserin und betrachtete den Kurs offenbar als Zeichen einer zunehmenden, schleichenden Islamisierung.

„Ich war an dem Abend mit dabei in der Podiumsdiskussion und später beim Kopftuchbinden. Das Kopftuchverbot wurde kontrovers diskutiert mit Respekt zueinander. Anschließend wurde das Fasten gebrochen, ich konnte mich mit Muslimen unterhalten fragen zum Ramadan stellen“, berichtet dagegen voller Stolz eine begeisterte Nutzerin namens „Sybille“.

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Die Veranstaltung wurde öffentlich angekündigt.

Protest-Brief von „Terre des Femmes“

Im Vorfeld der Veranstaltung veröffentlichte die feministische Frauenschutz-Organisation „Terre des Femmes“ (TDF) sogar einen offenen Brief! „Diese Art von Umgang mit Religion hat mit Wissenschaft nichts zu tun“, übt TDF-Geschäftsführerin Christa Stolle scharfe Kritik.

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Mit dem Kopftuch zieht in die Universitäten und Ausbildungsstätten eine Weltanschauung ein, in der Frauen von Männern in erster Linie als Sexobjekte wahrgenommen werden“, betont Stolle. Es handle sich bei dem Kopftuch um ein Symbol für „Diskriminierung und Sexualisierung der Frauen“.