Für exklusive Gespräche mit Insidern aus Steyr kehrt der „Wochenblick“ noch einmal an den Ort des brutalen Mordes an der 16-jährigen Michelle F. durch einen Asylwerber aus Afghanistan zurück. Die Ergebnisse dieser detaillierten Gespräche und aufwendigen Recherche sind spektakulär…

Eine Reportage von Rene Rabeder

Einer Gruppe junger Mädchen werden am Bahnhof in Steyr von einer stadtbekannten Meute Asylwerbern aus Afghanistan Drogen zum Kauf angeboten. Die Mädchen lehnen ab, worauf es zum Streit kommt. Eine der Jugendlichen fotografiert die Asylwerber mit dem Handy. Der Streit eskaliert. Immer mehr Afghanen tauchen auf. Bis zu 80 Migranten, so wird man später der Polizei erzählen, belagern und bedrohen die jungen Frauen. Plötzlich zückt einer der Asylanten ein Messer…

Alle hatten Angst vor dem brutalen Afghanen

Es ist Saber A., der Rädelsführer der brutalen Asylwerber-Gang. Jener Saber A., der einige Monate später seine Freundin, die 16-jährige Michelle F., in deren Kinderzimmer mit zwei Messerstichen in den Rücken eiskalt töten wird. Erzählt hat mir diese Geschichte eines der jugendlichen Mädchen, das damals dabei war. Sie war noch dazu eine der besten Freundinnen von Michelle. „Alle hatten Angst vor Saber“, erklärt sie mir. Sie hätte ihn durch seine Beziehung zu ihrer Freundin gut gekannt. Was sie mir in der Küche der Wohnung ihrer Mutter in Steyr über den mutmaßlichen Mörder noch alles erzählt, lässt das Blut in den Adern gefrieren. Der Afghane hätte beispielsweise immer wieder damit angegeben, für die islamistische Terror-Miliz „Islamischer Staat“ im Irak gewesen zu sein und dort auch einen Menschen getötet zu haben. Diese Tat im Irak, für die ihm in seiner Heimat die Todesstrafe drohen würde, war es übrigens auch, warum er in Österreich trotz negativem Asylbescheid als „subsidiär schutzberechtigt“ geduldet wurde.

Saber AKHONDZADA
Das offizielle Fahndungsfoto der Polizei, mit dem nach dem mutmaßlichen Mädchen-Mörder gefahndet wurde. Saber A., wurde nach zweitägiger Flucht in Wien verhaftet.

Der „nächste Saber“ ist schon da

Für seine Mitgliedschaft beim „IS“ sollen ihn die anderen Bewohner der Asylunterkunft „Maradonna“ in Steyr-Münichholz bewundert und respektiert haben. Das junge Mädchen erzählt mir in genau jener Küche, in der sie so oft gemeinsam mit ihrer Freundin Michelle F. gegessen und gelacht hatte, dass an einer spontan errichteten Gedenkstätte vor dem Tatort immer wieder islamische „Ehrbekundungen“ für Saber A. abgelegt werden würden. Mit einem seiner „Bewunderer“, selbst Afghane und Asylwerber, soll Saber, der derzeit mit allen Annehmlichkeiten wie Fernsehen, Handy und Internet ausgestattet, noch immer in Linz in Schutzhaft sitzen soll, noch immer Kontakt haben. „Du wirst sehen, Bruder, ich schaffe eines Tages auch, was du geschafft hast!“, soll er laut mehreren Ohrenzeugen (darunter seinem eigenen Vater) seinem Vorbild am Telefon gesagt haben. Was er damit genau meinte, lässt sich nur mutmaßen. „Jetzt haben jedenfalls alle in Steyr vor dem Typen Angst“, erklärt mir das Mädchen und fügt trocken an: „Das wird der nächste Saber. Der nächste Mörder“. Wo genau dieser „nächste Saber“ wohnt, weiß niemand. Auch sein Vater, der selbst in Angst vor seinem Sohn lebt und wie alle anderen anonym bleiben will, nicht. „In irgendeiner WG-Wohnung in Steyr“, ist die einzige Auskunft.

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„Wochenblick“-Redakteur René Rabeder vor der Asylwerberunterkunft „Maradonna“ in Steyr. Hier hat der mutmaßliche Mörder von Steyr gewohnt.

Brisant: Der Afghane soll 28 Jahre alt sein!

Was aber alle zu wissen scheinen – und mir mehrere Quellen völlig unabhängig voneinander erzählt und bestätigt haben – ist, dass Saber A. gar nicht Saber A, sondern Saber H. heißen soll. Und auch noch viel Brisanteres wird mir berichtet: „Er ist am 18.10.1990 geboren“. Das hieße, dass der Mörder der jungen Michelle nicht 17 Jahre alt ist, wie in allen Medien bislang berichtet wurde, sondern bereits 28. Für den Prozess, der dem mutmaßlichen Mörder bald gemacht werden wird, ein vielleicht entscheidendes Detail! Er sei unter falschem Namen und mit falschen Daten nach Europa gekommen.

In Afghanistan hat er eine Frau und zwei Kinder“. Auch diese Behauptung wird mir von mehreren Seiten bestätigt. „Saber hat seine Frau manchmal angerufen und ihr befohlen, sie solle ihm Geld schicken. Dabei hat die da unten doch selber nichts“, erfahre ich. Frauen gegenüber soll der Afghane generell wenig Respekt gezeigt haben. Auch seine Freundin und späteres Opfer Michelle soll er immer wieder wüst beschimpft haben. „Er war halt ihre erste große Liebe“, erklärt mir ihre Freundin.

Politik konnte den Betroffenen die Angst nicht nehmen

Warum all diese Fakten nicht den Behörden erzählt würden, frage ich alle Anwesenden in der Küche. „Angst vor Rache“, ist die einfache Antwort. Angst, die den Bewohnern von Steyr-Münichholz bislang auch die Politik noch nicht nehmen konnte. Spurlos gehen die Ereignisse in Steyr aber nicht an den dortigen Politikern vorbei. Während man hört, dass sich die Grünen mit den Worten „der arme Bub hat sich jetzt seine ganze Zukunft versaut“ um das Schicksal von Saber H. Sorgen machen, versichert mir der freiheitliche Vizebürgermeister der Stadt, Helmut Zöttl, im exklusiven Gespräch mit dem „Wochenblick“, dass es ihm für die Angehörigen und Bekannten von Michelle F. „unendlich leid“ täte.

Antwort auf die vielen Probleme, die mit der Flüchtlingsbewegung zu uns gekommen sind, sieht er aber an „höherer Stelle als hier in Steyr“ positioniert. „Der derzeitige Weg der Bundesregierung, vor allem der Weg von Innenminister Herbert Kickl ist der einzig richtige“, konstatiert er und hält weiters fest, dass man von vielen Migranten gar nicht genau wisse, wo sie sich gerade aufhalten. Die konkrete Beobachtung des Vize-Stadtchefs, „die Caritas mietet teilweise private Wohnungen für die Asylwerber“, deckt sich mit den Erzählungen über Saber Hs. „Freund“, der in einer WG leben soll. Von „Alibi-Aktionen für Politiker“, wie der Mahnwache für Michelle am Stadtplatz von Steyr, hält Zöttl wenig. „Ich will mich dort nicht inszenieren und das Leid der Familie für irgendwelche politischen Ziele missbrauchen. Das wäre höchst unmoralisch“, stellt der FPÖ-Mann bei allem Verständnis für die Aktion „Eine Kerze für Steyr“ klar.

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Mit Kerzen, Musik und Trauerreden gedachten bei dem sehr würdevoll gestalteten Gedenken fast 500 Menschen aus dem ganzen Land der mutmaßlich von einem Asylwerber aus Afghanistan ermordeten Michelle F.. Am 22. Jänner um 19 Uhr findet die Veranstaltung am Stadtplatz von Steyr ihre Wiederholung.

„Eine Kerze für Steyr“ – 22. Jänner, 19 Uhr, Stadtplatz

Die würdevoll gestaltete Mahnwache findet indes bereits am 22. Jänner um 19 Uhr eine Wiederholung. Vielleicht gelingt es durch zahlreiches Erscheinen so wenigstens der erstärkten Zivilbevölkerung, ein  klares Zeichen zu setzen, dass es so wie es in vielen Belangen aktuell läuft, einfach nicht mehr weitergehen kann. Und vielleicht nimmt eine solche Gedenkfeier in der Öffentlichkeit dem einen oder anderen die Angst, sein Wissen mit den Behörden zu teilen und für Gerechtigkeit zu sorgen. Ich kann es jedem Beteiligten dieser tragischen Geschichte nur wünschen.