Morde durch Asylanten würden auf keine „gesellschaftlichen Missstände“ hindeuten. Zudem wären sie überregional nicht interessant.

ARD Chefredakteur rechtfertigt sich

In einer beachtlichen Video-Stellungnahme erklärt ARD Tagesschau-Chefredakteur Kai Gniffke, warum seine „Tagesschau“ nicht über Asyl-Morde berichtet. Er rechtfertigt sich etwa damit, dass eine solche regionale Tat keine nationale oder internationale Bedeutung hätte. Würde jedoch ein Mord auf einen, wie er es formuliert, „gesellschaftlichen Missstand hindeuten“, dann würde die Tagesschau diese Meldung schon ins Programm aufnehmen.

20 Messerstiche kein Bericht wert

Anlass für die Erklärung, die bei vielen Sehern für zusätzliche Irritation sorgte: Im August 2018 erstach ein Asylwerber aus dem afrikanischen Dschibuti einen 52-jährigen deutschen Arzt mit 20 Messerstichen in seiner Arztpraxis. Doch für die ARD Tagesschau war diese Horrortat keine Meldung wert.

Täter „nicht schuldfähig“

Vor Gericht wurde der Täter nicht mit der vollen Härte behandelt. In diesem Jahr wurde der afrikanischen Messer-Killer als „nicht schuldfähig“ bezeichnete und wird seither in einem „psychiatrischen Krankenhaus“ versorgt. Der freie Journalist Stefan Magnet fasst in seinem Video zusammen: „Die Medien verkaufen uns solcherlei Taten – wenn sie denn überhaupt darüber berichten – als lapidare Einzelfälle, als regionale, aber völlig normale Ereignisse. Sie leiten daraus keine gesellschaftlichen Missstände ab, sie verschweigen bewusst große Zusammenhänge und sie machen uns somit täglich glauben, die Welt sei ja eigentlich in Ordnung.“

Es gehe auch nicht um Details oder „Einzelfälle“. Magnet: „Es geht darum, dass die Medien durch ihre selektive Berichterstattung Lagebilder und Lebens-Wirklichkeiten erzeugen, die mit der Realität nichts zu tun haben.“