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Die Elite-Einheit Cobra nahm am Montagmorgen einen Terror-Verdächtigen im Wiener Gemeindebau fest. Er soll an den ICE-Anschlägen in Deutschland beteiligt gewesen sein.

Ein 42-jähriger anerkannter Flüchtling aus dem Irak soll Anschläge auf ICE-Züge in Deutschland geplant und ausgeführt haben. Ein Bekennerschreiben führte die Polizei auf die Spur des mutmaßlichen Islamisten bis nach Simmering. Der Iraker, für den die Unschuldsvermutung gilt, steht in dringendem Verdacht, im Oktober 2018 ein Drahtzeil über die ICE-Hochgeschwindigkeitstrecke zwischen Nürnberg und München gespannt zu haben.

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Islamistischer Hintergrund?

Die Polizei stuft die Tat als islamistischen Anschlag ein. Ein Zusammenhang mit dem Attentat auf die Deutsche Bahn im Februar wird vermutet. Dort sollten Betonplatten auf den Gleisen einen Zug zum Entgleisen bringen.

Der anerkannte Flüchtling, der seit zwei Jahrzehnten mit seiner Familie in einer Sozialwohnung im Wiener Gemeindebau lebt, sitzt nun in Untersuchungshaft. Es soll sich dabei um einen Ex-Militär handeln, der laut „Kronen Zeitung“ als USA-Hasser und IS-Fanatiker als Security Mitarbeiter seinen Dienst vor Supermärkten und in Fußballstadien leistete.

Drucker lieferte Hinweise

In der Nähe des Anschlagortes hat die Polizei Teile eines aufschlussreichen Bekennerschreibens gefunden: Das in arabischer Sprache verfasste Schriftstück kündigte Anschläge auf das Bahnnetz an. Spezifische Merkmale konnten auf einen Drucker und somit auf dessen Besitzer zurückgeführt werden. Die Festnahme war das Ergebnis gemeinsamer Ermittlungen österreichischer und deutscher Geheimdienste.