Die Insolvenz von sechs Unternehmen der Wozabal-Gruppe zieht weite Kreise der Betroffenheit durch Oberösterreich. Etwa 875 Arbeitnehmer müssen um ihre Jobs fürchten, sollen auch noch auf ihr Gehalt warten. Jetzt schaltet sich die Arbeiterkammer OÖ ein.

Kommende Woche finden in Linz, Enns und Lenzing insgesamt elf Betriebsversammlungen statt. Bei den betroffenen Mitarbeitern handelt es sich primär um Frauen.

Betriebsversammlungen sollen Klarheit bringen

Falls die Arbeiterkammer Oberösterreich im Rahmen der Beratungen und Versammlungen zur Vertretung bevollmächtigt wird, kümmert sie sich um die Anmeldung und Beantragung der offenen Ansprüche bei Gericht und beim Insolvenz-Entgelt-Fonds.

Wann die Arbeitnehmer mit der Zahlung durch den Insolvenz-Entgelt-Fonds rechnen können, lässt sich laut Arbeiterkammer aber derzeit noch nicht abschätzen.

Landeshauptmann optimistisch

Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) und Wirtschaftsreferent sowie Landeshaupthauptmann-Stellvertreter Michael Strugl (ÖVP) gaben sich am gestrigen Donnerstag optimistisch für die Sanierung des Unternehmens. Die Betriebe des Landes Oberösterreich würden ihnen zufolge weiter bei Wozabal bestellen.

Sozial-Landesrätin Birgit Gerstorfer (SPÖ) appellierte auch an alle Sozialhilfeverbände, weiterhin mit Wozabal zu kooperieren.

Eine der größten Unternehmenspleiten

Die Insolvenz von Wozabal zählt zu den größten Unternehmenspleiten der letzten Jahre in Oberösterreich. Die Verbindlichkeiten bei Wozabal werden insgesamt mit 104 Millionen Euro angegeben.

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