Immer wieder erreichen Briefe unsere Redaktion, in denen um Informationen zu Chlordioxid gebeten wird. Es geht dabei um die Frage, ob die Einnahme von verdünntem Chlordioxid gegen Covid-19 hilft. Vorweg: es gibt unterschiedliche Meinungen. Während die Pharmaindustrie felsenfest behauptet, dass nur Scharlatane dazu raten, sind viele Heilpraktiker, Homöopathen und Forscher der Ansicht, dass es hilft.

Schon seit dem letzten Jahr ist Chlordioxid vermehrt in den Blickwinkel geraten. Zunächst hatte Trump das Desinfektionsmittel im April 2020 im Live-TV erwähnt. Kurz zuvor hatte der Ex-Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika mit einem Mitarbeiter gesprochen, der ihm sagte, dass Chlordioxid geeignet sei, um Viren zu beseitigen. Jede Reinigungskraft weiß, dass diverse Desinfektionsmittel Chlordioxid statt Chlor beinhalten, was einige Vorteile mit sich bringt. Chlordioxid hat zum Beispiel eine höhere Oxidationswirkung als Chlor und ist somit effektiver gegen Viren, Bakterien und gegen weitere Schadstoffe.

In seiner Rede an die Nation überlegte Donald Trump folglich laut, dass es vielleicht helfen könnte, wenn Ärzte herausfänden, wie man Chlordioxid gegen Viren mittels Injektion im menschlichen Körper anwenden könnte. Als Trump das sagte, war noch kein Impfstoff verfügbar und sollte Ärzte anregen, neue Ideen zur Lösung der Covid-19-Krise in Erwägung zu ziehen.

Viele verstanden seine Worte falsch und hörten nur, dass das Desinfektionsmittel und Bleichmittel Chlordioxid (CDL) verwendet werden kann, um Viren effektiv abzutöten – auch Coronaviren. Angesichts der Massenpanik und Angst schnellten die Käufe von Chlordioxid in den USA kurz darauf unverzüglich in die Höhe und produzierte viele Missverständnisse. Viele dachten, sie sollten Chlordioxid trinken oder injizieren. Chlordioxid wirkt unverdünnt jedoch nicht nur stark ätzend, sondern kann in großen Mengen vor allem zu drastischen Nebenwirkungen wie Nierenversagen, Atemstörungen und starken innerlichen Verätzungen führen. Die Angst führte dazu, dass viele das Desinfektionsmittel unverdünnt zu sich nahmen, ein fataler Irrtum.

Von Pharmaindustrie verteufelt

Es klingt danach, als habe sich der Mitarbeiter von Trump, der ihm den Hinweis mit Chlordioxid gab, zuvor über Nahrungsergänzungsmittel informiert. Diese werden seit Jahren von der Pharmaindustrie verteufelt, ähnlich wie die alternativen Medien vom Mainstream in der Luft zerrissen und Ärzte wie Dr. Bhakdi heute als Scharlatane dargestellt werden.

Die Pharmaindustrie kann jedoch nicht bestreiten, dass Chlordioxid in einer Lösung von etwa 0,3% vermischt mit Wasser recht hilfreich sein kann. CDL in verdünnter Form versorgt das Blut mit Sauerstoff, soll gegen diverse Krankheiten helfen, soll mehr Energie schaffen, tötet effektiv Viren und Bakterien ab und es soll bei Muskelschmerzen helfen. Auch in verdünnter Form können allerdings Nebenwirkungen auftreten wie Erbrechen, Durchfall, Augenreizungen, usw. Gefährlich wird CDL, wenn man statt einem Tropfen in Wasser gemischt, einen ganzen Schluck oder mehr pur zu sich nimmt. Das sollte man tunlichst unterlassen. Auch sollte man sich das Bleichmittel nicht so ohne weiteres unverdünnt injizieren, auch das kann bittere Folgen haben.

Ärztliche Aufsicht notwendig

Es gibt viele, die Chlordioxid gegen Krankheiten verwenden, dann aber lediglich in einer Lösung von circa 0,3% und dieses mit Wasser gemischt und niemals ohne ärztliche Aufsicht! Es ist davon abzuraten, selbst zu experimentieren.

In den USA ist CDL nach Natriumchlorit ein wichtiger Bestandteil von „Miracle Mineral Supplement“, kurz MMS. MMS enthält Natriumchlorit, das sich bei der Zuführung von Zitronensäure in CDL umwandelt. Ex-Scientology-Anhänger Jim Humbles entwickelte MMS und propagierte, es helfe gegen Krebs, Malaria, Hepatitis, Tuberkulose, Demenz usw.

Bei Wikipedia finden sich zu MMS Begriffe wie „Quacksalberei“ und viele Warnungen. In zahlreichen Links wird vor der Einnahme von industriellem Chlordioxid gewarnt, da es sich um CDL handelt, das nicht für den Verzehr geeignet ist.

Man darf hierbei allerdings nicht vergessen, dass diese Aussagen mit großer Wahrscheinlichkeit von Personen stammen, die auch hochdosierte Vitamine als gefährlich ansehen und 2001 mittels Codex Alimentarius verbieten ließen. Die Pharmaindustrie hatte noch nie ein großes Interesse daran, Produkte zu bewerben, die nicht nur Symptome lindern sondern Krankheiten vorbeugen können.

In den USA ist MMS ein großes Thema und sehr beliebt, da es diverse Erfahrungsberichte von vielen Menschen geben soll, wonach MMS und Natriumchlorit gegen Covid-19 geholfen haben sollen. In den USA gibt es allerdings auch bereits einige Fälle von Menschen, die nach dem Konsum von MMS mit Natriumchlorit mit langfristigen gesundheitlichen Schäden zu kämpfen haben.

Seit Juli 2020 wird Chlordioxid gegen COVID-19 in 9 Süd- und Mittelamerikanischen Staaten eingesetzt.

Afrika und Türkei setzen auf Chlordioxid

Chlordioxid wird auch in Afrika und in der Türkei gegen Covid-19 genutzt. Es werden immer mehr Staaten, die sich für diese alternative Heilmethode interessieren.

Und was passiert in Österreich und in der EU insgesamt? Bei uns wird Einsatz von Chlordioxid in den Medien regelrecht verteufelt, wobei jedes Mal festzustellen ist, dass die Autoren derartiger Hetzkampagnen weder über chemische noch biologische Kenntnisse verfügen und lediglich eine vorgefertigte Meinung vertreten.

Chlordioxid ist nicht der einzige Wirkstoff, der so manchen Pharmagiganten unrund werden lässt. Auch Vitamine mögen sie nicht sonderlich, da diese das Geschäft mit der Krankheit zerstören könnten. Somit ist es nicht verwunderlich, das eine Studie aus Singapur der Öffentlichkeit schlichtweg unterschlagen wurde.

Vitamine mildern Schwere des Krankheitsverlaufs

Dr. Paul Anthony Taylor schreibt: „Eine neu veröffentlichte Studie von Wissenschaftlern in Singapur weist darauf hin, dass tägliche Dosen Vitamin D3 (1.000 IU), Magnesium (150 mg) und Vitamin B12 (500 mcg) die Schwere des Krankheitsverlaufs bei älteren Coronavirus-Patienten lindern kann. Diese Wirkstoffkombination erwies sich als nützlich und wurde über einen Zeitraum von 14 Tagen den Patienten zugeführt. Dies führte zu erheblichen Verbesserungen des Wohlbefindens der Patienten, die teils auf der Intensivstation lagen oder sogar Sauerstoffgeräte benötigten. Die Wissenschaftler befanden alle drei Inhaltsstoffe als leicht erhältlich, sicher und preiswert. Somit könnten vielen Menschen geholfen werden, speziell auch in den ökonomisch schwächeren Schwellenländern.

Veröffentlicht wurde die Studie auf dem medRxiv Server. Sie umfasst 43 Coronavirus-Patienten, die 50 Jahre oder älter sind. Sie wurden in zwei Gruppen eingeteilt. 17 Patienten insgesamt wurden Mikronährstoffe zugeführt, die anderen 26 Patienten erhielten nichts und dienten als Kontrollgruppe. Die Patienten in der Mikronährstoffgruppe erhielten die Kombination einmal pro Tag an fünf aufeinanderfolgenden Tagen.

Ergebnis von Kleinstudie vielversprechend

Beim Analysieren der Ergebnisse fanden die Wissenschaftler heraus, dass nur drei (17,6 %) der siebzehn Patienten auf zusätzliche Sauerstoffzufuhr angewiesen waren. Dabei waren in der Kontrollgruppe 16 der 26 (61,5 %) auf Sauerstoff angewiesen. Hinzu kommt, dass alle in der Kontrollgruppe eine zusätzliche Intensivbehandlung benötigten. Bemerkenswert ist, dass unter neun Patienten, denen die Mikronährstoffe in der ersten Woche nach Ausbruch der ersten Symptome gegeben wurden, nur ein Patient war, der Sauerstoff benötigte. Die Wissenschaftler sagen, dass die Resultate Beweise bringen, dass dieser Behandlungsansatz die Schwere der Krankheitsverläufe bei Coronavirus-Patienten verbessern kann.“

Es bleibt festzustellen, dass die Pharamaindustrie in den letzten hundert Jahren Unsummen ins Marketing gesteckt hat, um den Anschein zu erwecken, ihre Medikamente seien wissenschaftlich begründet. Ihre Kampagnen waren äußerst erfolgreich. Durch unzählige Werbspots und Plakatwerbungen prägte sich tatsächlich ins öffentliche Bewusstsein ein, dass die Pharmaindustrie es gut mit einem meint. Die Geschichte des Pharma-Kartells erzählt aber oft eine andere Geschichte.

Abschließend können wir nicht mit Bestimmtheit sagen, ob und welches Mittel gegen Covid-19 hilft. Wir können nur dabei helfen, dass sich jeder umfassend aus alternativen Medien informiert und sich daraus seine Meinung bildet. Wir bitten dies zu berücksichtigen. Schlucken oder injizieren Sie nichts, ohne zuvor mit Ihrem Arzt des Vertrauens zu sprechen! (AA)