Mario Schmahl betreibt ein Studio für Fitness und Selbstverteidigung in Lienz. Von der Regierung fühlt er sich völlig alleine gelassen. Diese verordnete aufgrund der Corona-Krise die Schließung seines Geschäftsbetriebes. Weil er im Vorjahr zu wenig Gewinn machte (!) schaut er nun bei den versprochenen Hilfen durch die Finger. Er spricht sich stellvertretend für viele kleine Wirtschaftstreibende die Wut von der Seele. Denn man hat ihn und viele andere völlig im Stich gelassen.

Zunächst machte sich eine Friseurin aus Wien auf Facebook Luft. Gerüchten zufolge wäre sie von ÖVP Finanzminister Blümel persönlich dazu überredet worden, das Video wieder aus dem Netz zu nehmen. Bei Mario Schmahls Video kann von einem Rückzieher keine Rede sein. Aktuell wird es nicht nur über YouTube und Facebook verbreitet sondern erfreut sich auch auf Instant Messengern wie Whatsapp und Telegram größter Beliebtheit.

Bisheriges Lebenswerk in Gefahr

Mario unterrichtet in seinem eigenen Center Fitness und Selbstverteidigung. Besonders herausragend ist, dass man sich dort auch der Förderung von jungen Menschen verschrieben hat. Sein bisheriges Lebenswerk sieht Mario in Gefahr. Nachdem ihm die Regierung den Weiterbetrieb verboten hat, versucht er am Freitag die angeblich unkomplizierte, unbürokratische Soforthilfe in Anspruch zu nehmen – und scheiterte. Der Grund: Nachdem er im Vorjahr viel in sein Trainingscenter investiert hatte, schrieb sein Kleinunternehmen in diesem Geschäftsjahr einen Verlust. Dafür wird er nun von der Regierung bestraft. Wer zu wenig verdient hat, gilt als nicht förderwürdig.

Viele Kleinunternehmer schauen durch die Finger

Wie Mario Schmahl wissen nun viele Kleinunternehmer speziell in Branchen wie Fitness nicht, wie es weitergehen soll. Das „Verdienstfenster“, das die Regierung jenen zugesteht, die Förderungen erhalten, ist sehr klein. In der anderen Richtung gilt als nicht förderungswürdig, wer über rund 33.000 Euro Gewinn geschrieben hat. Dividiert man diese Zahl durch 14 wird man verstehen, dass von diesem Einkommen vielleicht gerade so schlecht und recht eine Familie durchzubringen ist. Fällt dieser Betrag weg, steht man auch als angeblicher Gutverdiener vor dem Nichts. Man darf dem gegenüber nicht vergessen, dass ein Minister in Österreich 17.862,80 Euro Brutto – ohne Zulagen erhält. Diese Bezüge bleiben übrigens auch in Zeiten der Krise unverändert.