Zoff bei den linken Genossen! Die „Corona-Krise“ dürfte jetzt auch der Grünen Partei um die Ohren fliegen. Mit dem Kabarettisten Lukas Resetarits wendet sich nämlich ein prominenter Vertreter der linken Kulturszene offen gegen die Grünen. Er wünscht sich, dass sie die Regierung verlassen.

Grund für die Abneigung von Lukas Resetarits sei die „Respektlosigkeit“, mit der er und seine Freunde der österreichischen Kultur-Schickeria behandelt werden. Das mache ihn „ein bisserl zornig“. Schließlich sei mit Ulrike Lunacek eine Ur-Grüne als Kultur-Staatssekretärin für sein Wohlbefinden verantwortlich.

„Grüne Kulturpartie heimgeigen“

In einem Facebook-Video hatte Resetarits vorgeschlagen, die „ganze grüne Kulturpartie heimzugeigen“. Seine heftige Kritik an der einst so freundschaftlich gesonnenen Grünen Partei bekräftigte er im ORF-Interview.

Der Bereich der linken Künstler und Kulturschaffenden zählt seit Jahren für die Grünen zum Kernklientel. Wenden sich jetzt vermehrt solche Künstler gegen die Grünen, könnte das für die Regierungspartei um Werner Kogler unangenehm werden.

Grünes Regierungs-Ende erhofft

Der Kabarettist hofft, dass die Grünen demnächst aus der Regierung fliegen. Er hätte sie lieber in der Opposition. Im ORF-Interview mit Armin Wolf sagt er: „Ich meinte nicht, dass die Grünen aus dem Parlament fliegen sollen. Dazu brauchen sie mich nicht, um auf unter vier Prozent zu kommen. Ich möchte sie gerne im Parlament haben – als Oppositionspartei. Aber um jeden Preis regieren wollen, es nicht können und sich erdrücken lassen, das finde ich nicht lustig“.

Auf ORF-Frage, ob die Kultur-Staatssekretärin Ulrike Lunaceks (Grüne) zurücktreten müsste, antwortete Resetarits schlichtweg: „Es is schon wurscht“.

Lukas Resetarits hat sich oft für die politischen Positionen von Grünen und SPÖ ausgesprochen. So bezeichnete er die östlichen EU-Nachbarländer, die 2015 nicht unbegrenzt Einwanderer ins Land holen wollten, als „neofaschistische Nachbarländerund äußerte sich immer wieder abfällig im letzten Präsidentschaftswahlkampf über FPÖ-Kandidat Norbert Hofer.