Ein Kommentar von Chefredakteur Kurt Guggenbichler:

Das war zu erwarten. Nachdem der Milliardär und Freigeist Dietrich Mateschitz (72) mit der Politik und der so genannten Gutmenschen-Gesellschaft in der „Kleinen Zeitung“ hart ins Gericht gegangen war, war das Heulen und Wehklagen der so genannten Qualitätsmedien groß, da dessen Ansichten mit den Ansichten derer, die den übrigen Menschen gern vorschreiben wie sie denken hätten, nicht kompatibel sind.

Die Gutmenschen-Presse war geschockt, vor allem von der Mateschitz-Aussage, dass er sich grundsätzlich jedem Meinungsdiktat widersetze. Ja, darf er denn das? Er darf es und er kann es auch. Durch seine finanzielle Unabhängigkeit ist der Mann zum Glück nicht erpressbar und braucht sich auch der politischen Korrektheit nicht zu unterwerfen, in der der Unternehmer keinen wesentlichen wirtschaftspolitischen oder kulturpolitischen Beitrag für unser Land erkennen kann.

Die selbsternannte und so genannte intellektuelle Elite, die sich nach Matschitz‘ Erkenntnis, den unmündigen Staatsbürger wünscht, war entsetzt. Das unverblümte Aufbegehren dieses Freigeistes galt es erst einmal zu verdauen. Hinnehmen wollte man es natürlich nicht, denn andere  Meinungen und Ansichten kommentarlos zu akzeptieren fällt dieser Gattung von linken Ideologen und träumerischen Weltverbesserern von Haus aus schwer.

Und weil nicht sein kann, was nicht sein darf, wurden nach Überwindung der ersten Schockstarre sofort „Experten“ und auch Politologen aufgeboten, um Mateschitz‘ Aussagen umzudeuten, zu relativieren und als „billige Schenkelklopfer“ zu verteufeln wie dies beispielsweise eine Kathrin Stainer-Hämmerle in den „Oberösterreichischen Nachrichten“ tut. Den Selfmade-Milliardär bezeichnet sie vereinfacht als „Populisten“, belegt ihn somit mit einem der schlimmsten Schimpfwörter, die diese Gutmenschen-Kaste zu vergeben hat. Dass dieser Typus heute nicht mehr zöge wie sie von Matschitz hofft, wird sich weisen. Wunschdenken allein bewirkt zum Glück nichts.

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