Ein Experte schreibt einen Corona-Bestseller, aber Videos mit und von ihm werden auf YouTube gelöscht. Eine Organisation, die Wahrheit im Namen führt, wird zensiert, weil sie authentische Aufnahmen von brutalen Antifa-Ausbildungen veröffentlicht. Die Zensurwut der Obrigkeit ist schwindelerregend, vor allem seit Corona.

Von Christoph Uhlmann

Vielen kritischen Gemütern ist Sucharit Bhakdi ein Begriff. Der Infektionsepidemiologe und Facharzt für Mikrobiologie fiel seit Beginn des Corona-Wahnsinns durch seine besonnenen und beruhigenden Kommentare dazu auf. Das brachte dem ausgewiesenen Experten, der über 300 wissenschaftliche Publikationen vorweisen kann, nicht nur harsche Kritik seitens der etablierten Medien ein, sondern er verschwand auch von der medialen Bildfläche. Er wurde nicht mehr zu TV-Diskussionen eingeladen.

Diese sogenannte „Cancel Culture“ ist die weniger wahrnehmbare Form der Informationskontrolle. Wird es den Mächtigen zu schwierig, ungewünschte Informationen zu unterdrücken, wird zur offensichtlicheren Waffe des Informationskrieges gegriffen – der Zensur – es wird gelöscht. Löschen und Lügen als Begründung. Genauso erging es Bhakdi. YouTube löschte seinen gesamten Kanal mit der Begründung, er würde „medizinische Fehlinformationen“ verbreiten.

YouTube-Zensoren können das ob ihrer eigenen Expertise offenbar einschätzen, zumindest gaukeln sie das vor. Das Meinungsmonopol der Tech-Giganten wird einfach mit Lügen begründet. Die Wahrheit, dass man eine andere Meinung als die eigene nicht akzeptiert, können sich diese womöglich selbst nicht eingestehen. Wer will schon als „Meinungsfaschist“ dastehen? Ein gerichtliches Vorgehen gegen solch heimtückische Machenschaften ist langwierig und mit finanziellem Aufwand verbunden.

Sperren und Löschungen

Auch ein Interview des Journalisten Boris Reitschuster mit Bhakdi wurde gelöscht, musste nach gerichtlicher Intervention Reitschusters dann aber wieder zugelassen werden. Doch auch die Berichterstattung Reitschusters von Pressekonferenzen der Deutschen Bundesregierung oder maßnahmenkritischen Demos sind in Ungnade gefallen. Erst kürzlich wurden Videos davon auf YouTube gelöscht und der Kanal zeitweilig gesperrt.

Eine Katastrophe für einen unabhängigen Journalisten, der auf seine Reichweite angewiesen ist, weil er sein Brot damit verdient. Die Liste derartiger Sperren und Löschungen ganzer Kanäle ist mittlerweile sehr, sehr lang geworden. Informations- und News-Kanäle wie KenFM, Rubikon, Ärzte für Aufklärung oder der beliebte Youtuber Gunnar Kaiser werden mit fadenscheinigen Begründungen vor den Augen der breiten Öffentlichkeit versteckt, von den vielen Tausenden „Kleinen“ auf Social Media, die der Zensur zum Opfer fallen, erst gar nicht zu sprechen.

Klagen gegen Zensur

Ein aktuelles Beispiel der feigen Zensur ist Project Veritas. Die Wahrheitsaufdecker-Organisation hatte einen CNN-Mitarbeiter mit eben solchen Zensurvorwürfen konfrontiert, die Reaktionen mit versteckter Kamera aufgezeichnet und dann veröffentlicht. Ein normales Vorgehen bei Undercover-Reportagen. Twitter reagierte darauf mit Löschung und dauerhafter Sperre. Die Begründung, Project Veritas hätte „Fake-Accounts“ betrieben, ist natürlich eine blanke Lüge und brachte Twitter eine möglicherweise kostspielige Verleumdungsklage ein.

Bedauerlicherweise steht im deutschsprachigen Raum kein derart mächtiges juristisches Mittel zur Verfügung. In den USA ist James O’Keefe, Gründer und Gesicht von Project Veritas, mittlerweile aber genau für solche Klagen bekannt. Unzählige Verfahren gegen große Namen der Mainstream-Medien hat er bereits gewonnen. Jedes Urteil findet an der „Mauer der Schande“ (Wall of Shame) in der Redaktion von Project Veritas seinen Platz und wird als kleiner Sieg gefeiert. Auch eine Klage gegen CNN wegen dieses Falls ist bereits eingebracht.

Bestimmte Wörter gelistet

Die Zensur-Faust kann aber auch anders zuschlagen. Computer-Algorithmen durchkämmen Social-Media-Kanäle, um nach bestimmten Schlagworten zu suchen. Teilt man einen Beitrag, in dem „gelistete“ Begriffe vorkommen, erhält man schon dafür eine Warnung oder gar gleich eine 30-Tage-Sperre. So geschehen bei einem Wochenblick-Artikel zum Thema Cyber Polygon 2021, einem neuen Planspiel der Great-Reset-Elite, das einen weltweiten Cyber-Angriff „durchspielen“ soll. Der Artikel wurde auf Facebook geteilt und prompt gab es für den Account eine Sperre, wie die Redaktion vom betroffenen User informiert wurde.

Kein freier Diskurs möglich

Noch extremer wird es z.B. bei Martin Sellner und der Identitären Bewegung. Erwähnt man Sellners Namen oder verwendet das griechische Lambda, das Symbol der Identitären, in einem Social-Media-Beitrag, kann man ebenfalls ganz schnell gelöscht werden. Denn sich mit einer als „gefährlich“ eingestuften Organisation zu „solidarisieren“, reicht für den Rauswurf aus. Auf diese Weise werden die User eingeschüchtert und beginnen damit, sich selbst zu zensieren. Ein Diskurs wird damit im Keim erstickt.

So banal es klingen mag, aber man kann über Sachverhalte, Organisationen oder Personen nicht diskutieren, ohne diese zu nennen. Damit geht das Konzept der Zensur „voll auf“, denn wer heutzutage nicht auf Sozialen Medien vertreten ist, kann nicht mehr vollständig am gesellschaftlichen Leben und Diskurs teilnehmen.

Man wird zum Ausgestoßenen, zum Aussätzigen, und um das zu vermeiden, beginnt man mit der Zensur im eigenen Kopf. Der Korridor des Erlaubten und damit des Denkbaren, wie der deutsche Psychologe Rainer Mausfeld es nennt, wird immer enger, ein Aufbrechen so entstandener Denkschranken immer schwieriger, immer unwahrscheinlicher.

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