Der deutsche Online-Versandhandel Zalando will zukünftig eine Frauenquote von 40 bis 60 Prozent im Management des Konzerns einführen. Bis Ende 2023 soll die Quote auf den oberen sechs Führungsebenen eingesetzt werden.

Zalando Co-Chef Rubin Ritter begründete die Entscheidung in einer Stellungnahme folgendermaßen: „Wir sind überzeugt, dass nur eine vielfältige und inklusive Kultur dafür sorgt, dass wir die besten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gewinnen und unseren Kundinnen und Kunden den besten Service bieten können.“

„Geschlecht, Internationalität und Bildung“

Die Einführung der Frauenquote sei nur ein Teil der neuen „Diversitäts- und Inklusionsstrategie“ des Konzerns. Weitere Schwerpunkte der nächsten Monate seien „Geschlecht, Internationalität und Bildung“. Zalando möchte die Fortschritte des Unternehmens in einem jährlichen „Diversitäts-Bericht“ zusammenfassen.

Kritik wegen zu wenig Frauen in Führungsebenen

Die Aufsichtsrätin Christina Stenbeck versicherte: „Vielfalt auf allen Unternehmensebene führt zu besseren Entscheidungen, fördert eine kreative Kultur und steigert im besten Fall die Gesamtleistung.“ In der Vergangenheit musste der Modehändler viel Kritik einstecken, dass in den Führungsebenen kaum Frauen vorhanden waren.