Im Zuge einer Aufzeichnung der öffentlich rechtlichen Satiresendung „heute show“ in Berlin wurde ein Kamerateam des ZDF von etwa zwanzig Personen mit Totschlägern und Eisenstangen attackiert – es gab sechs Verletzte.

Ein Kommentar von Hartwig Eder

Tod in Kauf genommen

Laut Angaben des Senders wurden bei der brutalen Attacke ein Redakteur, ein Kameramann samt Kameraassistenten und drei engagierte Securitymitarbeiter verletzt und mussten ins Krankenhaus. Alle verletzten konnten das Krankenhaus laut Sender wieder verlassen.

Harald Ortmann, der Geschäftsführer der beteiligten Produktionsfirma, war geschockt und fand drastische Worte: „Unserem Tonassistenten wurde ins Gesicht getreten – mit einer Brutalität, mit der man in Kauf genommen hat, dass es ein Mensch nicht überlebt.“

Politiker melden sich zu Wort

Auch deutsche Politiker meldeten sich zu dem Angriff zu Wort, verurteilten die Tat mit den üblichen Worten als Angriff auf Demokratie und Pressefreiheit.

Zu den genauen Hintergründen der Tat oder dem Motiv ist bisher nur wenig bekannt. „Nach unseren ersten Erkenntnissen sind die Verdächtigen eher dem linken Spektrum zuzurechnen“, zitiert der rbb den Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft. Sechs vorläufig Festgenommene wurden wieder auf freien Fuß gesetzt, bei vier bestand laut Polizei kein dringender Tatverdacht, bei zwei Weiteren gäbe es zwar einen dringenden Tatverdacht aber keine Haftgründe.

Linke Täter: Großes Schweigen

In der Mainstream-Presse fand die (politische) Täterherkunft – wie so oft wenn sie nicht in die Berichterstattung passt – kaum Erwähnung, wenn überhaupt, dann nur als Randnotiz. Einige Medien rückten den Angriff gar in die rechte Ecke. Sie gaben an der Angriff erfolgte rund um eine Anti-Corona-Demonstration „an der auch Rechtspopulisten und Anhänger von Verschwörungstheorien“ teilgenommen hätten.

Auf eine politische Verurteilung und Einordnung in ein Bild der gewaltbereiten Antifa wird jedoch verzichtet. Ob ein ähnliches „Unter dem Deckel halten“ der Täterherkunft auch passiert wäre, wenn die Angreifer AfD-Mitglieder oder Sympathisanten gewesen wären, darf bezweifelt werden.