Immer mehr Facebook-Nutzer werden zensiert.

Facebook präsentierte Mitte Mai stolz seine „Zensurergebnisse“ – auf Druck von Politik und linken Sittenwächter der westlichen Wertewelt muss Facebook seine Inhalte nämlich entsprechend „bereinigen“.

Ein Kommentar von Kornelia Kirchweger

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Patrioten werden gelöscht

„Moderation“ ist der Fachausdruck für diese Säuberungsmaßnahmen, deren Zielrichtung Monika Bickert, Leiterin der Content Politik von Facebook angeblich klarstellte: „Wir erlauben keine Kritik an der Einwanderungspolitik und keine Argumente, diese Politik einzuschränken“. Inzwischen heißt es, es habe einen Übersetzungsfehler gegeben.

So oder So: In Frankreich und den USA nimmt die Zensur bereits besorgniserregende Ausmaße an – in Deutschland und Österreich drohen jetzt ähnliche Zensurmaßnahmen.

Weltweit durchleuchten 7.500 „Moderatoren“ Facebook-Inhalte. Ihre politische Gesinnung ist häufig im linken Spektrum angesiedelt. Dies musste Facebook-Gründer Mark Zuckerberg bei der kürzlich erfolgten Anhörung im amerikanischen Kongress kleinlaut eingestehen. Republikaner konfrontierten ihn mit der Löschung der Konten von zwei schwarzen Trump-Unterstützerinnen und fragten, was daran „unsicher“ sei.

Frankreich besonders betroffen

Die linken Facebook-Sittenwächter wüteten in den letzten Monaten auch besonders in Frankreich. Insider berichten, dass alles von und über die französischen Identitären und auch von anderen Vertretern mit patriotischen Ansichten gelöscht wurde. 

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Für Facebook sind Muslime eine schützenswerte Gruppe – klare Kritik unerwünscht.

Zensur nach geheimen Codewörtern

Die „Moderationspolitik“ von Facebook läuft in drei Stufen ab:

Stufe 1 bezieht sich auf „Angriffe gegen eine Person oder eine Gruppe von Menschen“. Das sind alle gewalttätigen, entmenschlichenden Reden, Vergleiche mit Tieren, Hassreden.

Stufe 2 berücksichtigt „Angriffe auf körperliche, geistige und moralische Minderwertigkeit und Aussehen“, aber auch „Ausdrücke wie „Ich hasse „,“ Ich mag nicht „oder “ x ist dies oder jenes“.

Stufe 3 befasst sich mit „Aufrufen zum Ausschluss oder zur Isolierung einer Person oder Gruppe von Menschen – dazu zählen Kritik an Einwanderungspolitik und Argumente, um solche Politik einzuschränken.

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Von der Zensur sind vor allem einfache Bürger und Netz-Nutzer betroffen.

Facebook: „Hüter der Wahrheit“

Beim Aufspüren von angeblichen Fake News ist es nicht so einfach. Da löscht Facebook so gemeldete Nachrichten nicht, sondern platziert einen Link dazu, unter dem der Nutzer einen „wahren Bericht “ findet – so könne er sich eine eigene Meinung bilden.

Das Ergebnis der Säuberungen: Im ersten Quartal 2018 wurden 3,4 Millionen gewalttätige Bilder entfernt oder geflagt, fast dreimal so viele wie im Vorquartal. Bis Ende 2017 wurden 21 Millionen Bildern von Nacktheit oder sexuellen Aktivitäten entfernt.

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Spezielle Software

Der Kampf gegen Dschihad-Propaganda habe bei Facebook Priorität, sagte Bickert. Mit spezieller Software könne man fast zu hundert Prozent terroristische Propaganda-Videos schon entfernen, bevor sie von Nutzern gemeldet sind.

In Summe waren das 1,9 Millionen Inhalte im ersten Quartal 2018, 73 Prozent mehr als im letzten Quartal 2017. Dabei werden Bilder, Videos und problematische Inhalte über Schlüsselbegriffe aufgespürt. Bei Platzierung solcher Nachrichten gibt es direkten Alarm und der Inhalt wird gelöscht.

Facebook meldet sich zu Wort

Inzwischen hat sich Facebook selbst zu Wort gemeldet. Der Passus „Wir erlauben keine Kritik an Einwanderungspolitiken und Argumenten, um diese Politik einzuschränken“, sei falsch übersetzt worden. Facebook korrigiert, in der englischen Version seiner Standards heiße es, das Gegenteil sei der Fall. Unter „bestimmten Bedingungen“ würde Facebook Kritik an der Migrationspolitik autorisieren.

„Es handelt sich in der Tat um einen Übersetzungsfehler, den wir gerade korrigieren. Danke für Ihre Wachsamkeit „, antwortete ein Vertreter von Facebook, der von dem Portal „Valeurs actuelles“ kontaktiert wurde.

Zensur geht weiter

Na Wahnsinn – wie gnädig! Unter bestimmten Bedingungen, die wohl Facebook vorgibt, darf Kritik an der Migrationspolitik geübt werden. An der strengen Zensur-Praxis ändert das freilich gar nichts.