Die Zensur gegen alles, das nicht der gewünschten Erzählung entspricht, nimmt zu. Absurden Löschungen in sozialen Medienportalen folgen nun „schwarze Listen“ kritischer Webseiten, die von Sicherheitssoftware als vermeintliche Gefahr markiert werden …

Den Eliten ist das freie Internet ein Dorn im Auge, weil sie es nicht vollständig kontrollieren können. Eine seltene Ehrlichkeit legte der deutsche Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) an den Tag, als er kürzlich Einschränkungen der Freiheit im Netz empfahl. Seiner Meinung nach verliere eine ungefilterte Öffentlichkeit nämlich ihre kritische Funktion.

Webseiten als „gefährlich“ eingestuft

Merkel, Macron und mehrere EU-Granden stellten in einem Gastartikel für mehrere Zeitungen ebenfalls klar, dass ein Umbau der Weltordnung in Richtung mehr Globalisierung mit der Regulierung des Internets einhergehen müsse.
Dabei greifen große Unternehmen bereits seit Jahren in das Nutzerverhalten ein. Erst kürzlich erreichte uns die Zuschrift einer Leserin, die empört feststellen musste, dass
ihr „Web-Schutz-Programm“ eine Infoseite blockierte, die diverse maßnahmenkritische Materialien anbietet.

Kampf gegen angebliche „Falschnachrichten“

Grundlage dafür ist, dass diese URL auf einer „Blacklist“ steht. Dabei handelte es sich um das Produkt von Avast, die tschechische IT-Firma steht seit Jahren wegen des Verkaufs von Nutzerdaten an globale Großkonzerne in der Kritik. Mit der Blockade „gefährlicher“ Webseiten wirbt der Hersteller übrigens offen.
Zwar widmet man sich bei Avast im Firmenblog mit besonderer Hingabe dem Kampf
gegen vermeintliche „Falschnachrichten“ – dass es sich um einen Einzelfall handelt, ist aber unwahrscheinlich: Fachmedien schrieben schon 2018, dass ein Browser-Addon der Firma Malwarebytes auch sogenannte „Fake News“- und „Clickbaiting“-Seiten verbergen könne.

Monopolstellung als Meinungszensur

Vor dem Hintergrund, dass bereits Plattformen mit Beinahe-Monopolstellung wie Facebook und YouTube fachliche Gegenmeinungen zu Corona seitens renommierter Epidemiologen wie Sucharit Bhakdi und sogar kritische Parlamentsreden aussperren, ist die Blockade alternativer Information auch im übrigen Netz eine alarmierende Entwicklung. Sind solche Mechanismen einmal Standard, haben die Mächtigen die Möglichkeit, sich gegen alle Kritik zu jeglichem Thema zu immunisieren – mit den IT-Firmen als Erfüllungsgehilfen.