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Will die Null sehen: FPÖ-Innenminister Herbert Kickl.

Österreichs Bundesregierung beschreitet in Sachen Asyl neue Wege und setzt weiterhin auf Härte. Innenminister Herbert Kickl will, dass in Österreich überhaupt keine Asylanträge mehr gestellt werden. Das sagte der FPÖ-Minister am Donnerstag im Parlament.

Als Grund gab Kickl an, dass Österreich von sicheren Staaten umgeben sei, in denen potenzielle Flüchtlinge ihre Asylanträge stellen könnten. Zwar sei die Entwicklung in Österreich als sehr positiv zu erachten, da sich die Asyl-Zahlen „im Sinkflug“ befänden, aber trotzdem sieht Kickl noch „enorme Herausforderungen“ am Balkan.

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Tendenziöse Kritik der UN ärgert Innenminister

Besonders Griechenland machte Kickl als „undichte Stelle“ aus, für welche die dortige Regierung verantwortlich sei. Diese führe dazu, dass Migranten von den griechischen Inseln aufs Festland gelangen könnten.

Verärgert reagierte der Innenminister auf die Kritik der Vereinten Nationen (UN) am österreichischen Asylwesen. Der Bericht könnte fast von einer NGO geschrieben worden sein, kommentierte der Innenminister. Die Kritik der UN an der österreichischen Politik sei „tendenziös“, hielt Kickl fest.