Michael Raml RFJ FPÖ Kino RFJ Skandal

Der Wirbel rund um ein Werbevideo des „Rings Freiheitliche Jugend“ geht weiter: Zwei Kinos in Oberösterreich verweigerten die Ausstrahlung des zuwanderungskritschen Spots („Wochenblick“ berichtete exklusiv). Der RFJ-Landesobmann und Linzer Bundesrat Michael Raml protestiert scharf. Inzwischen haben sich auch Ingrid und Heinz Hueber vom „Hollywood Megaplex“ in der PlusCity Pasching zu Wort gemeldet. Ihr Kino hatte die Ausstrahlung des Films verweigert.

„Offenbar fürchten sich Kinobetreiber mittlerweile schon derart vor drohenden Aufschreien und Boykotten durch linke Organisationen, dass sie einer einseitigen Meinungsdiktatur von vornherein nachgeben“, kritisiert Raml jetzt. Neben dem „Hollywood Megaplex“ wollte auch das Cineplexx World in Linz das Video nicht ausstrahlen.

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Vorwurf der Doppelmoral

Auch der Landesparteisekretär der FPÖ Oberösterreich, Erwin Schreiner, übt klare Kritik: „Wird hier mit zweierlei Maß die Meinungsfreiheit gemessen? Wie haben es die beiden Kinobetreiber beim AK-Werbespot gehalten, der ja für heftige Kontroversen zwischen Arbeitnehmervertretung und Wirtschaftskammer gesorgt hat? An dem Kinospot der freiheitlichen Jugend ist nichts Verwerfliches festzustellen. Daher wundert es mich, dass eine Ausstrahlung nicht stattfindet. Die Bürger sind mündig genug, sich selbst nach Ansehen des Spots eine Meinung zu bilden.“

„Fachkräfte statt Schwachkräfte“

Im Video wird zunächst der Fachkräftemangel angesprochen und dass Zuwanderung das Problem hätte lösen sollen. Doch die von Rot-Grün erwünschten Fachkräfte „hätten neue Probleme geschaffen“. Dabei ist ein vermummter Mann mit einer Eisenstange zu sehen, der ein Auto aufbrechen will. „Fachkräfte statt Schwachkräfte“, fordert Raml in einem anderen Video zur am 1. Mai gestarteten Kampagne. Laut Raml müssten heimische Fachkräfte nun verstärkt gefördert werden, anstatt wie die Vorgängerregierung weiter auf Zuwanderung zu setzen.

„Mein Mann und ich sind absolut dafür, dass jugendliche Fachkräfte gefördert werden. Daher hätten wir natürlich sehr gerne den Spot eingesetzt, haben aber gebeten, dass die kurze Szene (mit Brecheisen), bei der impliziert wird, dass ‚alle‘ Ausländer Einbrecher sind, entfernt wird. Jeder junge Mensch, der unsere Sprache lernt und sich integriert, ist doch herzlich willkommen. Auch wir beschäftigen in unseren Betrieben tüchtige Mitarbeiter mit Migrationshintergrund“, betonen indes die Huebers vom „Hollywood Megaplex“ in einer Stellungnahme gegenüber der APA.

„Klare Einschränkung der Meinungsfreiheit“

Internet-Nutzer empören sich bereits, dass in dem RFJ-Video keineswegs behauptet werden würde, alle Ausländer seien Einbrecher. Es handele sich um eine vollkommen falsche Interpretation, die offenbar aus Angst vor linken Protesten geäußert wurde. Die erbosten FPÖ-Fans sehen darin eine „klare Einschränkung der Meinungsfreiheit“.