Konstantina Rösch arbeitete bis vor kurzem als Ärztin im LKH Graz. Am Dienstag wurde sie von der Steiermärkischen Krankenanstaltengesellschaft (KAGes) fristlos entlassen. Sie war zu Corona-kritisch.

Frau Doktor Rösch kritisierte die Corona-Maßnahmen auf Basis ihrer fachlichen Expertise zuvor heftig. Sie forderte dazu auf, die Masken niederzulegen und nahm an verschiedensten Corona-kritischen Demonstrationen als Rednerin Teil und setzte sich dafür ein, dass der Umgang mit dem Virus auf der Grundlage von Fakten geschieht.

Die Regierung würde uns „Unsinn als Wahrheit verkaufen“. Die Allgemeinheit sei von Infektionskrankheiten wie Corona nicht gefährdet. Die Hygienemaßnahmen in Österreich seien großteils ausreichend, so Rösch.

Patientenbeschwerde als Vorwand?

Laut dem Bericht der Zeitung Heute gibt die KAGes, sei Rösch nicht aufgrund ihrer Corona-kritischen Aussagen alleine gekündigt worden. Sie sei zu einem klärenden Gespräch nicht erschienen und außerdem habe sich eine Patientin beschwert. Frau Dr. Konstantina Rösch und ihr Anwalt weisen diese Vorwürfe zurück. Zum Zeitpunkt des anberaumten Gesprächs sei Rösch gerade im Urlaub gewesen und konnte gar nicht erscheinen. Ärzte sind im Zuge ihres Berufsalltags immer wieder mit Patientenbeschwerden konfrontiert. Sie arbeiten in einem Bereich, der naturgemäß von viel Leid geprägt ist. Nicht immer können sie alles Leid aufhalten.

Rösch wird die Kündigung jedenfalls anfechten.