„Euphorie in der Gastronomie – Zuversicht im Tourismus – Perspektiven in der Kultur“ – so in etwa lauteten in den letzten Tagen die Schlagzeilen der regierungshörigen Medien, weil Kanzler Kurz & Co. schon seit einigen Tagen vollmundig „die Rückkehr zur Normalität“ propagieren.

Ein Kommentar von Kurt Guggenbichler

Dabei dürfte er allerdings die Planung ohne die Wirte gemacht haben, die sich – jedenfalls viele von ihnen – die Rückkehr zur Normalität etwas anders vorgestellt hatten. Auf jeden Fall keine Gästeregistrierung, keine Eintrittstests und auch keine so frühe Sperrstunde.
Dennoch bejubeln ihre Branchenvertreter, dass man sie und die anderen Gastronomen wieder arbeiten lässt, was zeigt, dass Strafen – und als solche wurden die Lockdowns empfunden – ihre Wirkung nicht verfehlen.

Maßnahmen dürften Gäste abschrecken

Wer nur lange genug an der kurzen Leine geführt wurde, ist danach auch schon mit nur wenig mehr Auslauf als vorher zufrieden. Doch ob von der versprochenen neuen größeren Bewegungsmöglichkeit auch wirklich alle Wirte Gebrauch machen werden, ist mehr als fraglich. Zwar dürften ihre Gäste die Möglichkeit des Wirtshausbesuchs zunächst einmal freudig wahrnehmen, aber wegen des damit verknüpften Prozederes die Lust daran schon bald wieder verlieren. Die wirkliche Normalität, das wissen bereits die Friseure, sieht anders aus.

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