Hollywood soll schwärzer, schwuler und behinderter werden: neue Oscar-Vergabekriterien sollen ab 2024 für mehr Diversität in der Filmbranche sorgen. 

Die sogenannte „Identitätspolitik“ erreicht die Oscars. Linke kritsierten, dass die Preisträger zu oft weiß seien. Minderheiten und Frauen würden zu wenig bedacht, kritisieren die „politisch Korrekten“. Jetzt sollen neue Vergabekriterien zu mehr Diversität führen.

„Diversität“ und „Inklusion“

Die Oscar-Academy will in der Topsparte „Bester Film“ zukünftig auch nach „Diversität“ und „Inklusion“ werten. Ab 2024 müssen Bewerber für den Hauptpreis mindestens zwei „Vielfaltskategorien“ entsprechen, um nominiert werden zu können.

Das sind die neuen Kriterien

Mindestens eine der Hauptrollen muss einer „unterrepräsentierten“ rassischen oder ethnischen Gruppe entstammen. Diese können sein:
– Asiatisch
– Latino
– Schwarz/Afro-Amerikanisch
– Indianer
– Naher Osten/Nordafrika
– Eingeborene Hawaiianer/pazifische Inselbewohner
– andere unterrepräsentierte Ethnien

Mindestens 30% aller Schauspieler in Nebenrollen müssen mindestens zwei der folgenden „unterrepräsentierten“ Gruppen angehören:

– Frauen
– Rassische oder Ethnische Zugehörigkeit
– LGBTQ+
– Menschen mit geistiger oder physischer Behinderung und Taube

Auch inhaltlich müssen sich die Hollywoodfilme der Zukunft mit LGBTQ+, „unterrepräsentierten Ethnien“ und Behinderte auseinandersetzen, sofern sie eine Chance auf einen Oscar haben möchten. 

Neben den Schauspielern soll auch die gesamte Produktion zwei der vier auferlegten Diversitäts-Kriterien entsprechen. So sollen auch die Casting-Direktoren, Cinematographen, Komponisten, Kostümdesigner, Regisseure, Editoren, Stylisten, Produzenten, Bühnenbildner und Drehbuchautoren den sogenannten „unterrepräsentierten Gruppen“ angehören.

Auch die Vermarktung der Filme bis hin zur Vergabe von Praktikantenstellen wird hinkünftig gemäß der neuen „Diversitätskriterien“ erfolgen. 

Schwarze Transfrauen und non-binäre Babies

Die deutsche Autorin Birgit Kelle gab bereits einen Ausblick, wie so ein „diverser“ Film aussehen könnte. Sie kommentierte die Oscar-Reform so:

„Endlich nur noch politisch korrekte Oskar-Gewinner! Freue mich schon auf den Plot: Schwarze Transfrau wird von Migranten vor Polizeigewalt gerettet, sie adoptieren ein non-binäres Baby und heiraten, obwohl Trump persönlich die Greencard verweigert. Happy End“