Langsam aber sicher haben die Menschen von dieser „Pandemie“ genug: Praktisch keine Corona-Tote, und wenn doch, dann fast nur bei Pflege- und Altenheimbewohnern oder Vorerkrankten. Schwere Verläufe, die praktisch ausnahmslos in Risikogruppen auftreten. Infizierte, die nicht an Krankheitssymptomen, sondern durch Labortests ermittelt werden. Die gesundheitliche Notlage findet vor allem in den Medien statt, nicht im Alltag der Bevölkerung. Diese leidet nicht unter dem Virus, sondern unter vor allem den Maßnahmen und Zumutungen der Politik.

Von Daniel Matissek

Nur knapp über 2 Prozent der Wiener zum Test angemeldet

Mitte Dezember waren in Wien dem Aufruf der Behörden, sich zu freiwilligen Corona-Antigen-Massentests zu melden, immerhin noch 13,5 Prozent der testberechtigten Einwohner ab 6 Jahren (entsprechend 235.000 Personen) gefolgt. Heute ist die zweite Runde der kostenlosen Massentests in der Bundeshauptstadt angelaufen, doch das Interesse ist deutlich zurückgegangen: Gerade einmal 14.692 Wiener haben sich laut Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) bis Freitag Mittag für den ersten Tag angemeldet. Insgesamt wären es laut Medienberichten  41.000 Anmeldungen. – das sind nur etwas über 2 Prozent der Wohnbevölkerung. Die Veranstaltung droht zum Flop zu werden. Offenbar haben die Menschen keine Lust mehr darauf, dass die Angst vor Corona ihr Leben bestimmt. Vor allem kerngesunde, symptomfreie Bürger sehen absolut keinen Sinn darin, sich vom Hype um ein Virus mit der durchschnittlichen Gefährlichkeit einer heftigeren Grippe weiterhin verrückt machen zu lassen.

In Österreich aber auch in Deutschland zeigt sich der Corona-Überdruss auch in einer ausgeprägten Zurückhaltung was die Impfung betrifft. Viele Menschen erachten das Gesundheitsrisiko durch eine Covid-Impfung mit gentechnisch modifizierten Wirkstoffen offenbar als höher als jenes durch die Krankheit selbst.

Absurde Impfshow der Politik

Um für die Impfung tapfer Reklame zu machen und den freiwilligen „Run auf die Spritze“ zu steigern, drängeln sich deshalb neuerdings immer Gesundheitspolitiker vor und lassen sich impfen, obwohl sie noch gar nicht an der Reihe wären. Medienwirksam lassen sie sich aus den reichlich vorhandenen, ungenutzten Impfstoffbeständen spritzen, um so „mit gutem Beispiel“ voranzugehen. Allerdings erweisen sie der Impf-Propaganda damit einen echten Bärendienst: So nämlich wird die Bevölkerung erst recht darauf aufmerksam gemacht, wie niedrig die Zahl der Impfwilligen in Wahrheit ist. Übrigens auch und gerade bei Ärzten und Pflegekräften. Das erklärt möglicherweise auch, weshalb seitens der Bundesregierung nicht wirklich viele Impfdosen bestellt wurden.

Nur 25 Prozent der Pflegekräfte in Salzburg wollen Impfung

In Salzburg etwa rechtfertigte Sozial-Stadträtin Anja Hagenauer (SPÖ) ihre Impf-Extrawurst damit, dass derzeit sowieso zu wenige Impfdosen abgerufen würden: Man stehe in den städtischen Heimen vor dem Problem, dass „die Impfbereitschaft sehr gering ist“. Durch ihre Impfung könne sie dazu beitragen, die „Verunsicherung“ zu reduzieren. Bisher allerdings mit anscheinend geringem Erfolg: Unter den Bewohnern der Salzburger Pflegeheime sind lediglich 50 Prozent bereit, sich impfen zu lassen. Bei den Pflegekräften ist es nicht einmal ein Viertel. (DM)